Freitag, 25. Juli 2008
Wer und wo bin ich????
Ich weiß gar nicht mehr, wann ich euch das letzte Mal berichtet habe…aus Italien? Mir ist jegliches Zeitgefühl abhanden gekommen. Ich denke lediglich von Tag zu Tag, von Ziel zu Ziel. Selbst die Anzahl der Etappe ist mit irgendwie entfallen.
Sonntag bin ich in Paris, das weiß ich!
Meine Güte Paris…dazu später mehr!
Im Moment bin ich erstmal in ähhh…Thiers. Ein kleiner Ort kurz vor Clermont-Ferrand. Damit also zurück in der Auvergne, kaum zu glauben. Vor noch nicht mal drei Wochen bin ich hier schon mal fast langgefahren und da war ich total gespannt, wie es ist, wenn ich auf dem Rückweg wieder hier vorbei komme. Nun ist es also soweit, und ich bin auf dem Rückweg. Glauben kann ich es allerdings selbst noch nicht richtig. Wo ich vor meiner Abreise schon ziemlich Respekt vor hatte, nämlich nach Paris zu fahren mit dem Auto, da bin ich nun voller Vorfreude! Wenn man in den letzten Wochen etwas gelernt hat, dann ist das Autofahren J…ich hab mich also an die Hauptstadt angetastet, und werde mir das nun auf keinen Fall nehmen lassen, mit unserer Beule (Auto) zur Champs-Elysée zu fahren. Die Presseparkplätze liegen nämlich genau da. Ich will auf jeden Fall das Feeling mitnehmen, wenn halb Paris auf den Beinen ist, um die Helden zu empfangen. Außerdem gehe ich davon aus, dass Bernhard Kohl das Bergtrikot behält, den Moment will ich ebenfalls erleben.
Gestern und heute durfte ich ganz Fan sein J. Gestern stand ich unterhalb von Alpe d’Huez und habe mir das Treiben in Bourg d’Oisans angeguckt. Unglaublich, diese Menschenmassen. Das muss man wirklich erleben, das kann man nicht beschreiben!
Ich habe ordentlich abgesahnt bei der Werbekarawane. Zudem habe ich eine heiße leckere Pizza gegessen! Endlich mal was vernünftiges…
Mittlerweile ist der nächste Morgen, mein Müsli steht neben mir und gleich werde ich nach Montlucon fahren, um dort heute im Ziel zu sein. Die Hitze hat mich gestern so geschlaucht, ich war außerdem 300 Kilometer gefahren, so dass ich um zehn Uhr bereits halbtot im Schlafsack lag. Heute Nacht hat es dann geregnet. Jetzt ist es bedeckt und es geht ein kleines Lüftchen. Gestern stand ich ja den halben Tag an der Verpflegungsstation und habe die beiden Milram-Masseure bei der Arbeit beobachtet. War sehr spannend. Die Story müsste auch heute noch beim ZDF zu sehen sein.Waren sehr nett die Beiden, aber halt typische Italiener J
Heute wird Kohli wohl sein Bergtrikot sicher haben. Ich kann es gar nicht glauben!
Morgen besuche ich nochmal den Start in Cerilly. Wird ja schon noch spannend morgen! Cadel Evans ist hier übrigens der Einzige, der sich wirklich abschottet. Ich habe ihn zwar schon einige Male gesehen, aber er ist total scheu. Also ich persönlich wurde mich über Schleck (aber der wird es wohl nicht mehr schaffen) oder Sastre eher freuen.
Was hier an Australischen Besuchern rumläuft ist kaum zu glauben. Das ist ein wenig wie zur Armstring-Ära…
Außerdem möchte ich morgen ein letztes Mal ins Village gehen. Vielleicht sehe ich Bernard Hinault nochmal, und kann mir mein T-Shirt signieren lassen. Der Kaffeetante Tschüss sagen, ebenso dem Zeitnehmer, der an den anderen Tagen Chauffeur eines „Offiziellen“ Wagens ist.
Die Teams sind dann morgen Abend alle in Orleans untergebracht. Wer übrigens die romantische Vorstellung hat, dass sie jeden Abend in so tolle Unterkünfte kommen, der liegt komplett daneben. Die örtlichen IBIS-Bunker sind alltägliches Domizil. Manchmal auch das Mercure/Campanile. Aber besser wird es dann nicht mehr…Da kommst du also Nach gut 200 gefahrenden Kilometern in so einen Pappmaché-Bunker (O-Ton Robert Förster), teilst dir das ohnehin sehr enge Zimmer mit einem Kollegen und abends geht’s dann ans hauseigene Buffet…Da diese Hotels eigentlich immer an Autobahnen oder so liegen, ist es außerdem auch nicht wirklich ruhig. Die Parkplätze sind eng und meistens teilen sich diese mehrere Teams. Abends sieht man dann die Busfahrer und Techniker dort rumwirbeln.
Ist schon ein echt hartes Leben! Für einen Etappensieg bekommt man 8.000 Euro! Dieser wird dann im gesamten Team aufgeteilt (also auch Techniker etc.). Bei einem gesamten Team von um 20 Leuten kann man sich dann den Verdienst ausrechnen. Manch einer von uns würde dafür nicht zur Arbeit gehen. Ich freue mich, dass das Team Gerolsteiner in diesem Jahr auch endlich mal ein wenig Kohle scheffelt! Auf der Tour de France wird man nicht reich, zumindest nicht die Fahrer, eher andere.
So ihr Lieben. Eine wirklich tolle und spannende Tour neigt sich dem Ende entgegen…Am Dienstag werde ich bei Hardy und Irene sein, kaum zu glauben. Auf ne Art kommt es mir vor, als wenn ich grad erst weg bin. Das wird sicherlich ganz komisch sein, wieder zu Hause zu sein. Ich führe ja jetzt sowas wie ein Vagabundenleben J
Ich freue mich aber ganz dolle auf die beiden Pappnasen! Auf den Garten, das Häuschen und und und (und ne leckere Lasagne…)
So, vor Ende meiner Reise hört ihr noch von mir. Sorry, dass es mit den Bildern nicht geklappt hat. Vielleicht drehe ich bei der Einfahrt nach Paris einen kleinen Film. Das wird ein Erlebnis, das werde ich nicht mehr vergessen in meinem Leben! Und ich werde bestimmt heulen!
Parken tue ich direkt neben der Champs-Elysée….mitten drin also.
Also ihr Lieben! Bis bald
Bürte
Montag, 21. Juli 2008
Viva Italia
Gerne würde ich euch ein wenig von der Hitze abgeben, die hier bei mir herrscht...kaum auszuhalten! Nun ist es auch gleich weider bedeckt und daher schwül.
Nun also Italien! Kaum zu glauben, das ausgerechnet ich bei dieser Tour live dabei bin. Während meine Jungs vom geroslteiner Team hier alles abräumen und die Fachwelt überraschen. Die heutige Pressekonferenz wurde von so vielen Journalisten und Kamerateams besucht, wie nie zuvor. Das war auch für das Team und die Verantwortlich eine echte Herausforderung.
Aber ich bin wirklich stolz, jetzt ganz nah bei denen zu sein.
Die Stimmung im Team ist absolut super. Ich hoffe nur, dass sie auch in dre Heimat gebührend Annerkennung bekommen. Wenn ich die Fragen bei den Pressekonferenzen und beim Zieleinlauf höre, dann wird mir echt anders. Anstatt das Geleistete anzuerkennen wird immer noch mehr verlangt.
Schön, dass die Jungs alle über eine ausgeprägte Persönlichkeit verfügen, so dass sie die Medeinvetreter regelmäßig auflaufen lassen. Ich könnte mich dann wirklich vor Lachen wegschmeißen.
Gerolsteiner sei es wirklich gegönnt. Als ich Hans-Michael Holczer heute gesehen habe. Der ist wirklich wie ein Kind. Voller Freude und Energie und gleichzeitig auch total traurig und emotional, weil es vielleicht die letzte Tour in dieser Formation ist.
Gestern war ein höllischer Tag...Nie wieder Prato Nevoso...Ich brauchte mit dem Auto über eine Stunde em den letzten Kilometer zu erklimmen. Drei Italiener versuchten den Berg abzuriegeln und zudem tausend Pressevertreter einzuwinken. Chaos pur...
Auf den Rückweg möchte ich nicht angesprochen werden. Nur soviel, über drei Stunden!!!!
Alpe d'Huez werde ich nicht hochfahren. Ich bleibe brav unten an den Teambussen...
Echt super ist der zwischenmenschliche Kontakt. Mittlerweile kenne ich Menschen aus allen Teams, man sieht sich ja täglich wieder. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich im Ziel meistens beim Gerolsteinerbus rumlungere und Essen und Trinken schnorre. Die nächste Nacht sogar auch noch Strom :-)
Ich hatte gestern absolut Probleme eine Unterkunft zu finden, und das nach dem Tag. Da habe ich mir ausnahmsweise ein Hotelzimmer geleistet. Heute darf ich nun mit Holczers Einverständnis neben dem teambus parken und dort übernachten :-)
Außerdem hat Stefan Schumacher heute Geburtstag.
Auf der Pressekonferenz fühlte ich mich nicht mehr so fremd wie bei der Ersten in Pau. Frau Holczer war auch da und hat sich nochmal für die Schokolade im letzten Jahr bedankt. Meine O-Töne sammle ich zudem eifrig.
Ja, morgen führt mich mein Weg nun wieder nach Frankreich, irgendwo in die Nähe von Alpe d'Huez. Male sehen wie weit ich es schaffe zu fahren.
Tja, und dann bin ich wahrhaftig bald in Paris. Schön wäre es, wenn ihr alle dort stehen könntet und mich begrüßen würdet :-)
Ich weiß Heidrun, du wartest immer noch auf Bilder...ich auch! Nein im Ernst, ich habe eine tolle Bildergalerieidee, aber ich bin abends immer so spät irgendwo...
Aber ich habe das noch im Kopf!
So ihr Lieben, schicke euch alles Liebe aus irgendwo bei Cuneo!!!
Bis bald
Bürte
Sonntag, 20. Juli 2008
Bonjour aus Nîmes

Christian Prudhomme

ZDF-Truck im Village

Robert "Frösi" Förster

Unser Bergkönig!

also, meinem Rücken geht’s besser. Die Tabletten haben gut geholfen, vor allem, weil man sich dann nicht mehr so verkrampft hat.
Ich bin nun in Nîmes, wo ich heute im Ziel war und morgen früh das Village besuchen werde. Außerdem war ich im Ziel in Narbonne sowie in Foix. Wenn man soviele Etappen mitgemacht hat, dann versteht man zudem langsam die ganze große Maschinerie. Das beispielsweise immer dieselben Ordner im Ziel Dienst tun, darüber habe ich mir nie Gedanken gemacht. Ebenso sieht es mit den Verkäufern an den Buffets oder Merchandisingständen aus. Da sagt man nach all der Zeit schon immer fröhlich „Bonjour“, oder kommt sogar mit dem einen oder anderen ins Gespräch.
Heute Morgen bin ich dann um vier aufgestanden um den Aufbau der Medientrucks/Zieleinlaufs anzugucken und daraus eine Bildergalerie zu erstellen. Das war wirklich spannend. Man macht sich keine Gedanken darum, welch Organisationsaufwand dieses Spektakel ist. Und noch weniger ist es zu fassen, dass es irgendwie nur ein ganz paar Menschen sind, die dieses leiten und beaufsichtigen.
Ebenso war ich da heute die Attraktion und die Jungs waren glaube ich schon ziemlich stolz, dass ich jetzt da bin, sie fotografiere und beobachte. Ala ich dann heute Nachmittag am finish vorbei gegangen bin, da haben immer noch dieselben Ordner gearbeitet und auch aus der „Zone Technique“ haben mich viele wiedererkannt. Da fühle ich mich schon wirklich wohl mitten drin.
Das ist auch das Besondere an der Tour. Die Menschen, die wirklich auf der Straße arbeiten, sind eine echt große Familie. Reporter und Moderatoren sind in ihrer eigenen Welt. Sie kommen auch irgendwie gar nicht raus. Ich bin zumindest wirklich froh, dass ich auf der anderen Seite stehe, das ist auch genau meine Welt!
So, mittlerweil ist ein Tag vergangen und ich sitze mitten in den Alpen. Es ist bald vorbei…in einer Woche um genau zu sagen. Das stimmt schon ein wenig traurig. Ich habe mich daran gewöhnt in diesem ganz anderen Rhythmus drin zu sein. Früh aufstehen, schnell ein Kaffee, los, Geschichte suchen, ins Ziel, Campings suchen, Geschichte schreiben, duschen, essen, schlafen. Was meine Stimmung eindeutig gebessert hat, ist, dass ich immer mal irgendwo bin. Entweder am Start oder am Ziel. Da habe ich schon da Gefühl, das ich bei der Tour bin.
Heute habe ich meinen Star getroffen!!!
Bernard Hinault…der Dachs aus der Bretagne, der letzte französische 5-fach-Sieger, der jetzige Bauer. Wahrhaftig stand er vor mir und ich habe mir ein Autogramm geholt und ganz viele Bilder gemacht. Bernard Thévenet, der auch in der Nähe stand, tat mir richtig leid, weil ich ihn nicht wirklich beachtet habe… Aber Bernard Hinault ist schon klasse (ähh, falls jemand ein Foto von ihm brauchen sollte … J)
Und ich habe heute schöne Bilder von Seppl Lang im Bergtrikot gemacht. Der junge ist völlig stolz und das zu Recht! Was ein Erfolg für die Mannschaft.
Morgen fahre ich nach Italien! Nach Prato Nevoso. Mein Lager schlage ich dann irgendwo bei Cuneo auf, damit ich am Ruhetag wieder mal zum Pressegespräch gehen kann. Dann kommt noch Alpe d’Huez und dann ist es auch schon fast vorbei…
So, ein kurzer Bericht…sorry, aber meine Isomatte ruft!
Alles Liebe
Bürte
P.S: Die Bilder von mir habe ich nicht vergessen…
Mittwoch, 16. Juli 2008
Danke Gerolsteiner!
Tja, nun also doch Pau… Die Stadt, die in Frankreich am wenigsten ausgeschildert ist… Aber ich habe einen Campingplatz gefunden. Idyllisch zwischen Autobahn und Bundesstraße ist es hier so laut, dass man kaum telefonieren kann, von schlafen ganz zu schweigen.
Leider bin ich heute Morgen so spät angekommen, dass ich nicht mehr zum Start konnte. Zudem habe ich mir ganz blöd den Rücken gezerrt…I’m getting older… Nein im Ernst. Als ich mein Fahrrad ins Auto heben wollte zerrte es im Rücken. Und trotz Wärmflasche ist es noch immer nicht besser. Ich hatte noch nie irgendwas am Rücken!
Aber ich bekomme noch Salbe! Zum Glück ist das Team der Gerolsteiner Mannschaft in unmittelbarer Nähe, und da konnte ich medizinische Hilfe schnorren. Gott sei Dank. Da kann ich mir den Weg zum Arzt sparen!
Mittlerweile habe ich wohl mehr oder weniger meine Mitte hier gefunden. Ich knüpfe jeden Tag mehr Kontakte, und fühle mich in der großen Familie sehr wohl. Obwohl hier hunderte an Journalisten rumlaufen, so trifft man doch immer wieder dieselben Nasen.
Heute habe ich ein Interview mit Hennes Roth gemacht. Er ist seit über 30 Jahren Radsportfotograf und ich kenne ihn noch vom Reiseführer her. Ein sehr lieber Mann, dem es Spaß macht zuzuhören. Das Interview wird wohl morgen im auf der ZDF-Homepage zu sehen sein. Nächste Woche muss ich einmal richtig früh raus, da ich dann den Aufbau der Medientrucks mitten in der Nacht beobachten werde. Die werden nach der Etappe am Ziel abgebaut, um dann mitten in der Nacht im anderen Ziel wieder aufgebaut zu werden. Eine wirklich riesige Organisation. Wenn die Etappe in Narbonne ist, habe ich mir zudem vorgenommen auf einen Touristencamping zu gehen, um wenigstens einmal auf dieser Reise ins Mittelmeer zu hüpfen. Mal sehen, ob es klappt! Dann geht es in die Alpen und dann schon fast nach Paris…ich glaube auf der Chmaps-Elysées werde ich heulen!
So stressig und hektisch alles ist, so schade ist es auch, dass ja irgendwann alles zu Ende ist. Jetzt, wo man sich kennt und nicht mehr ganz so alleine fühlt.
So, nun darf ich gleich noch drei Hammertabletten nehmen, die mir ein Arzt eines Teams gegeben hat…Schmerzen sind aber besser und ich werde sicherlich gut schlafen dann.
Liebe Grüße!
Bürte
Sonntag, 13. Juli 2008
Endlich mal wieder Tour live!!
ja, das war doch mal wieder ein netter Tag heute! Endlich mal wieder Tourfeeling geschnuppert und beinahe hätte Gerolsteiners Seppl Lang auch noch das Bergtrikot geholt. Unglaublich! Ich war eine Stunde vor Zieleinlauf am Gerolsteiner Bus. Das war sehr nett, denn durhc meine blonden Haare haben mich gleich alle wieder erkannt.
Außerdem habe ich auch Hennes Roth wiedergetroffen, mit dem ich in den nächsten Tagen wohl mal ein Interview mache. Bilder habe ich schon nette gemacht von ihm.
Da wo die Fahrer zu ihren Teambussen fahren, bekommen sie ordentlich Respekt gezollt. Es wird applaudiert oder gerufen "Super gemacht". Viele Fahrer scheinen das nicht aufzunehmen, aber andere bedanken sich und sind ganz dolle glücklich darüber. Das hat irgendwie wirkliches Tourfeeling. Dort zu stehen und sogar dem Letzten noch mit großen Applaus zu empfangen, ist eine tolle Art, den Respekt zu erweisen. Ich war mittendrin, und jeder der mich kennt, der weiß, dass ich da ausgiebig mitgemacht habe!
Morgen wird es mich in Richtung Pau verschlagen, wo ich in Mourenx dem Velodrome Eddy
erckx ein Besuch abstatten werde. Danach führt mich mein Weg wohl ans Mittelmeer und damit auch wieder gen Norden. Die Hälfte meiner Zeit ist nun bald um, und ich denke, das die restlichen Tage ganz schnell umgehen werden.
Herr Grüne braucht zudem wohl Hilfe mit der aktiven Katze Irene ;-)
An solchen tagen wie heute nimmt man soviel auf, dass mir der Kopf richtig schwirrt. Dennoch mag ich das ja!
Gegessen habe ich heute auch brav. Dankeschön an den Gerolsteiner Busfahrer Andreas, der mich heute mit Speis und Trank versorgt hat!
OK liebe Leute. Damit endet wohl auch mein freies W-Lan. Mal sehen, was die nächsten Tage so kommt...Ach ja, Bilder von mir wurden gewünscht, wartet es ab, ich hab mir da was ganz Tolles ausgedacht ;-)
Schlaft schön und seid lieb gegrüßt!
Bürte
Samstag, 12. Juli 2008
Grüße aus Bagneres-de-Bigorre
mein Gott, was ein Sauwetter!! Bin heute vormittag über den Col d'Aspin gefahren. Man konnte kaum 50 Meter weit gucken, es hat geregnet und war richtig arschkalt. Die armen Leutchen, die dort schon auf den Tourtross warten. Das sind zudem nicht wenige, jedes Stückchen, auf dem man Parken kann, ist auch schon zugeparkt. Eiegntlich wollte ich in Ste-Marie-de-Campan auf dem Campingplatz bleiben (sozusagen Campen in Campan...), habe mich dann aber entschlossen ins morgige Ziel zu fahren. Wie ich in meinem Reiseführer schon geschreiben habe: Ein Gesichts- und Geschichtsloses Städtchen...ja, dass ist es auch. Kann aber jetzt auch an dem wirklich doofen Wetter liegen, das man das so empfindet.
Ich bin früh hier angekommen und habe dann bestimmt eine Stunde gewartet, in der Hoffnung, dass der Regen wenigstens ein bisschen weniger werden würde. War nichts, also musste ich los. Internetcafe suchen.
Im Touristenbüro angekommen, bekam ich auch drei Adressen, wobei eine am Wochenende nicht auf hat. Gleichzeitig klingelte mein Telefon, und er zur Zeit verantwortliche Tourredakteur sagte mir, dass meine heutige Story nicht veröffentlich sei. Wegen Doping und so. Das war nun schon die zweite Geschichte, und das Geld fehlt mir am Ende. Das macht mich grad schon sehr böse. Haben sie mich hier runtergeschickt um exklusiv für sie zu arbeiten, dann schicken sie mich kreuz und quer, technisiche dinge funktionieren nicht wie abgesprochen (und zugesagt!) und dann kommen die Texte nicht rein. Ich selber darf nur brav zahlen...
Nun bin ich aber am südlichsten Punkt und es geht wieder gen Norden. Ich werde gucken, dass ich nun noch alles soweit mitnehme, fühle mich aber reichlich verarscht.
Naja, ich bin auf jeden Fall nach dem telefonat ziemlich stinkig gewesen und hab mich durch den Regen aufgemacht, den Champion (Supermarkt) zu finden, in dem ein Internetzugang sein sollte. Leider ging der nicht und ich musste wieder zurück in die Stadt um da für 10 Cent die Minute ins Internet zu gehen. Völlig durchnässt (ich meine wirklich nass!!) kam ich dann am Camping wieder an.
Als ich hier dann meinen Recvhner auspackte, erkannte er plötzlich eine drahtlose Internetverbindung! Supergeil!!! Bin hier neben Wohnhäusern und denke mal, dass eíner derjenigen W-Lan hat. Das habe ich nun auch ;-)
Deshalb kann ich nun auch mal die Texte direkt schreiben. Normalerweise schicke ich sie zu Hardy, der sie dann dankenswerter Weise für mich postet.
Tja, nun bin ich also online und das werde ich auch gleich ausnutzen und mir ganz viel im Internet angucken ;-)
Drücken wir unseren Jungs die Daumen, dass sich das wetter morgen ein wneig bessert und sie nicht nurch diese graue Brühe fahren müssen...
Alles Liebe
Bürte
P.S: Für die nächsten Tage habe ich meine Geschichten schon. Eine nicht veröffentlichte wird nun übermorgen erscheinen, da habe ich also für den Tag schon eine. Ich gucke wohl morgen noch den Zieleinlauf und mache mich dan auf Richtung Mittelmeer. In der Hoffnung, dass irgendwo der Regen aufhört.
Voila, die Pyrenäen!
Eben noch in Plumelec, nun schon in den Pyrenäen… Irgendwie gar nicht recht zu verarbeiten. Ja, sitze in St-Gaudens auf dem Campingplatz und morgen geht es wahrhaftig hinein ins Gebirge mit alle den mythischen Gipfeln.
Heute habe ich zudem den 3.000 Kilometer gefahren!! Durch diese ewige hin und her getuckel fahre ich viel mehr, als ich gedacht hatte. Mal sehen was am Ende unterm Strich da steht.
Nun habe ich auch ein wenig meinen Rhythmus gefunden und der ist reichlich unromantisch. Wer denkt, so eine Tour ist eine gemütliche Urlaubsfahrt, der irrt gewaltig. Morgens um sieben klingelt der Wecker (oder früher), schnell geduscht und ne Tasse Pulverkaffee gemacht. Nebenbei gucke ich mir meine Route aus und suche ein eventuelles Ziel, sprich Campingplatz. Dann geht’s auf die Straße. Irgendwo noch nen Croissant geholt und, falls möglich getankt. Ja, und dann fahre ich den kleinen netten gelben Schildern hinterher, die dem Fahrerfeld die Richtung anzeigen. Häufig lege ich 150 bis 400 Kilometer zurück, gucke vielleicht auch mal abseits der Strecke. Dann eine Geschichte gesucht, dafür muss ich manchmal auch mehrere Leute ansprechen. Nicht jeder ist ja gleich ganz interessant oder hat was interessantes zu erzählen. Vielleicht unterwegs noch schnell was einkaufen, ggf. wieder tanken, dann einen Campingplatz suchen. Da komme ich dann zwischen 16.00 und 18.00 Uhr an. Kaffee oder kaltes Panaché (Alster) trinken, dann Artikel schreiben. Täglich 3.500 Zeichen. Die bekommt Hardy dann noch mal geschickt, liest noch mal drüber, dann geht’s zum ZDF. Dann wird mal gekocht. Meistens melden die vom ZDF sich dann immer nochmal mit aberwitzigen Ideen (Bürte, kannst du nicht mal in xyz gucken, ob… ähhh, hallo, da war ich gestern, bin jetzt aber 300 Kilometer entfernt!...ja, aber könntest du nicht…nein, ich kann nicht!). Gestern rief der zuständige Redakteur nach halb elf an… Tja, und das ist mein Tag. Man sollte mich heute nicht fragen, wo ich gestern war, welcher Tag heute ist, oder gar welche Etappe. Ich weiß gar nichts. Wenn Hardy mich nicht täglich mit den Etappenergebnissen beliefern würde, würde ich rein nichts mitbekommen. Ich hoffe aber nun in den Pyrenäen mal einen Tag an der Strecke zu sein, und dann vielleicht in Hautacam im Ziel. Mal sehen. Ich habe noch nicht mal einen Roman gelsen. Wenn ich abends noch Zeit habe, dann recherchiere ich für mein Buch, oder schreibe dafür. Runterfahren geht auch gar nicht. Aber jetzt, wo sich eine gewisse Normalität eingespielt hat, blühe ich auch wieder auf und eigentlich ist dies auch voll mein Ding! Also das Suchen und Schreiben an sich. Die anderen Nervereien mal abgesehen.
Die Franzosen sind wirklich freundlich. Vor allem, nachdem sie meinen Tour-Aufkleber gesehen haben! Die winken dann, lassen einen gerne auch mal vor, was man beim Autofahren ja so gar nicht von ihnen kennt und sie sind total neugierig und kontaktfreudig. Liegt aber sicherlich auch daran, dass eine Alleinreisende Frau nicht gerade ganz alltäglich ist. Schön für mich, denn ich kann meine Französischkenntnisse täglich auffrischen ;-)
Gestern Abend gab es auf dem Camping wo ich war (tja, wo war das nur?...hmm irgendwo bei Aurillac, glaube ich) einen Aperitif, wo mein Platznachbar kaum locker ließ. Er wollte mich unbedingt dazu bewegen, dass ich doch jetzt auch teilnehmen sollte. Eine wirklich liebe Geste, aber ich war einfach nur Müde…
Außerdem war ich bei meiner Ankunft auf eine Biene getreten…nun habe ich einen dicken Fuß, der mich ein wenig unbeholfen rumlaufen lässt. Naja, das vergeht auch wieder.
So, das waren wieder einmal einige Infos aus dem Nachbarland!
Seid alle lieb gegrüßt!
Bürte
Donnerstag, 10. Juli 2008
Allez le jaune!
Mein Gott können zwei Tage lang sein! Und vollgeproppt mit irgendwelchen Dingen!
Das Wichtigste zuerst: WIR HABEN GELB!!!! Mein Gott, das ist wirklich nicht zu glauben, das Schumi das geschafft hat und ich zudem noch live vor Ort war!!! Leider habe ich ihn nur am Start gesehen und nicht mehr bei der Siegerehrung. Damit ihr mir übrigens auch glaubt, wem ich hier alles fast auf Tuchfühlung komme, anbei mal einige Bilder. Eigentlich dachte ich, in Afrika habe ich viele Bilder gemacht, aber hier…
Am Abend, als ich den letzten Blogeintrag geschrieben habe, war ich noch in Nantes beim Team Columbia, um das neue Zeitfahrrad zu porträtieren. Die beiden Mechaniker waren sehr lieb und auskunftsfreudig. Nachdem ich gesagt habe, dass ich neu bin im Metier ging es auch noch besser. Mit Rolf Aldag hatte ich nachmittags SMS-Kontakt…das war schon komisch.
Damit hatte ich meine erste Probe auch hinter mir. Von Cholet zurück nach Nantes ins Mannschaftshotel (das musste ich auch erstmal finden) und dann wieder nach Cholet. Das Wetter war zudem zum wegschmeißen!
Am nächsten Tag war der ganze Campingplatz schon früh wach. Alle wollten in die Stadt, wo um neun Uhr die Werbekarawane gestartet ist. Ich habe mir also nun mein TV/Radio Schild ans Auto geklebt (Bild folgt!) und bin dann auch in die Stadt auf den Presseparkplatz. Neben mir parkte der Journalist der FAZ, ein wenig überfordert mit meiner direkten Ansprache… ich bin halt ein ganz kleiner Fisch.
Zufällig habe ich dann den Start gefunden, wo just in dem Moment die Karawane gestartet war. Nett zu sehen, wie das mal so ist.
Als ich dann endlich den Eingang gefunden hatte, wo es zu den Mannschaftsbussen geht, hielt mich ein freundlicher Herr der ASO an. Meine erste Begegnung mit der Veranstaltung. Er schaute auf meine Akkreditierung und sagte, dass mein Velo ja nicht akkreditiert sei. Ich musste es draußen lassen. Dadurch habe ich sicherlich locker 20 Kilometer gestern zurückgelegt…
Die Mannschaftsbusse standen alle in Reih und Glied und die Techniker hatten viel zu tun. Und ich? Ich bin den ganzen Tag von vorne nach hinten nach vorne, nach hinten, zum Village und zurück gelatscht und habe hunderte Bilder gemacht und ein nettes Gesicht. Habe Ronny Scholz interviewt, Hans-Michael Holczer Schokolade überreicht, Raymond Poulidor ehrfürchtig aus der Ferne beobachtet, Bernard Thevenet aus der Nähe und und und. Das waren eindeutig zu viele Eindrücke für einen Tag!
Als dann auch noch Schumi Gelb geholt hat, bin ich heulend vor Freude in mein Auto gestiegen! Mein Gott, ich war da mittendrin! Und ich konnte mir nun gut vorstellen, was im Teambus los war. Als ich mit den Fahrrad zum Auto fuhr, kurvte Christian Henn mit Stefan Schumacher immer noch draußen rum und suchte das Siegerpodest…
Ich habe nette Kontakte geknüpft. Da bin ich dann schon froh, dass mir mein lockeres Mundwerk manchmal aus Situationen hilft. Mit dem Gerolsteiner Pressesprecher bin ich auf Du, ebenso wie mit den Fahrern… kaum zu glauben. Wirklich aufbauend war zudem, dass Mathias Wieland, der Pressesprecher mich kannte, oder mein Buch. Das war auch sehr schön.
Nun bin ich in ähhh, ach ja, in Le Mond Dore. Unterhalb der Skistation Super-Besse, die Morgen Etappenziel ist. Ich werde morgen früh hinauf und dann weiter nach Aurillac. Muss ja leider dem ganzen Troß immer einen Tag voraus fahren.
Heute bin ich einen Großteil der Originalstrecke gefahren. Überalle stehen schon Wohnmobile und man kommt sich maßlos wichtig vor. Mein leuchtend oranger großer Aufkleber leuchtet an der Windschutzscheibe und die Leute winken dadurch einem zu! Kids winken und Autos hupen. Das ist schon ein echt tolles Gefühl.
Mit dem Auto ist alles bestens. Ebenso wieder mit mir. Ich hatte einen kleinen Durchhänger, aber wer mich kennt, weiß, Aufgeben tue ich nicht so schnell. Durch und gut…
Mein Französisch wird täglich besser. Kann mich jetzt schon richtig unterhalten und was noch besser ist, ich habe meine Scheu davor total verloren.
Essen tue ich schlecht, zugegeben…aber vielleicht gleicht sich das ja auch noch an in den nächsten Tagen ;-)
Es ist schön, von Euch allen zu hören! Es ist gut zu wissen, dass ich nicht alleine bin…
Bis bald in diesem
Theater! Alles Liebe
Bürte
Montag, 7. Juli 2008
Immer noch Cholet
Bevor ich mich gleich auf den Weg in die Stadt mache, noch schnell einige Zeilen aus Cholet. Die zweite Tasse Kaffee steht dampfend neben mir und auch die morgendliche Dusche war heute angenehm. Kann also nur besser werden.
Ich werde aber niemals Tagesjournalistin, das kann ich nach den wenigen Tagen mit Bestimmtheit sagen. Es gibt sehr nette Seiten, und ich weiß nun sicherlich besser, welche ich davon später für mich nutzen möchte. Das werde ich auch auf jeden Fall versuchen auszubauen.
Im Moment läuft alles ein wenig anders, als vorher abgesprochen, was mich grad ein wenig pessimistisch klingen lässt. Man verlangt viel, gibt aber keinerlei Hilfestellung. Das schockiert mich grad ein wenig.
Morgen habe ich meinen ersten richtigen Termin! Ich werde mir von Ronny Scholz (Team Gerolsteiner) seine elektrische Schaltung erklären lassen und daraus erstmals eine Audiogeschichte erstellen. Außerdem werde ich dem Village morgen früh ein Besuch abstatten. Das Village wird in jedem Startort aufgebaut. Dort sind alle wichtigen Menschen zu finden, die was mit der Tour zu tun haben. Fahrer, Organisatoren. Teammanager etc. Dort trinkt man Kaffee, trifft sich auf einen Plausch, geht zum Frisör. Da ich da Zugang habe, werde ich mir das auf jeden Fall mal ansehen.
Übermorgen wird dann die Geschichte mit den Bauern im Netz sein.
Unter www.zdf.de, dann Sport, dann Tour de France, könnt ihr die Geschichten verfolgen. Wie ich hörte, wird Hardy des Öfteren gefragt, wo man sie denn lesen kann, deshalb hier noch mal der Tipp.
Kurze Worte zum Morgen. Sicherlich erlebe ich heute wieder viel…bald mehr!
Alles Liebe aus Cholet
Bürte
Sonntag, 6. Juli 2008
Bienvenue à Cholet
Nun bin ich in Cholet! Über 2.000 Kilometer bin ich schon gefahren seit dem letzten Dienstag, kein Wunder, das ich so kaputt bin.
Bislang lief auch noch nicht alles nach Plan. Als echtes Problem stellt sich der Internetzugang und damit das verschicken meiner Texte dar! Nun hab ich mich so gut vorbereitet und dann kommt doch alles anders. Im Tour-Pressezentrum muss man für einen Internetzugang bezahlen! Und das nicht zu wenig. Für die gesamten drei Wochen kostet das wohl mehr als 300 Euro!! Bei einem Megaevent wie der Tour, wo soviel Geld drin steckt finde ich das schon wirklich heftig. “Orange” der Telekommunikationsriese verdient sicherlich gut daran. Das bedeutet für mich auch, dass ich das Pressezentrum meide. 1500 Leute haben da Platz an Tischen, das ist mir eh alles viel zu groß. Den einzigen Internetzugang, den ich in Plumelec gefunden habe, der hatte keinen USB-Steckplatz. Da mein Text aber auf dem USB-Stick war, hatte ich also keine Möglichkeit den wegzuschicken. Beim ZDF darf man nur mit internen Geräten ran, und das habe ich ja nicht. Nun muss ich in Notfällen also auf die altbewährte Methode mit dem Handy zurückgreifen, was aber nicht gerade billig ist. Da war das in Afrika einfacher kann ich nur sagen.
Das ganze Prozedere hat mich zudem einen ganzen Tag gekostet…
Dafür habe ich heute Béla getroffen und bin nun mit ihm auf Du… eben noch in der Schweiz beim Fußball, nun schon bei der Tour. Aber der ist doch sonst nicht da, oder? Peter Leissl habe ich leider noch nicht getroffen.
Plumelec wachte am Tourtag auf. Es ist nicht zu beschreiben, was in diesem 1200-Seelen-Dorf über Nacht passiert war. Jedes Geschäft hatte einen Tische draußen und bot seine Waren an, Bierzelte und zahlreiche Grills wurden aufgebaut um die vielen hungrigen und durstigen Mäuler zu stopfen.
Autos, LKWs, Trecker, Radfahrer, Fußgänger - alle quälten sich durch die enge Hauptstraße des Ortes. Und wo am tag vorher noch die Einheimischen waren, um zuzugucken, wie das Ziel aufgebaut wurde, da fanden sich die offiziellen Boutiquen, Getränkebuden, VIP-Zelte etc. Keine Ahnung, wie das über Nacht da alles noch hingekommen war.
Ich war morgens um halb zehn schon am Ziel, da war da schon mächtig Besuch. Jeder wollte sich den besten Platz sichern.
Ich hätte mir niemals vorstellen können, wie das dort aussieht, wenn es voll ist.
Gestern Abend habe ich mich dann in das Nachtleben von Plumelec gestürzt! Ich kenne nun den Bäcker aus dem Nachbarort und auch einen ganz wichtigen Menschen aus Plumelec samt Frau. Einen Weinbauern aus der Nähe von Nantes und das Ehepaar, dass eine der drei Kneipen des Ortes leitet. Das war sehr witzig, alles auf französisch…aber wir haben uns alle irgendwie verstanden. Ein bestes Beispiel, wie die Tour de France die Menschen verbinden kann. Als sie dann verstanden hatten, was ich tue, und was ich normalerweise zu Hause mache (Bücher schreiben), da durfte ich nichts mehr bezahlen, sondern lediglich trinken. Sie waren total stolz darauf, dass ich nun ausgerechnet noch in Plumelec bleibe und mich dort sehr wohl fühle. Und als ich dann auch noch erwähnte, dass ich Fan von En Avant Guingamp bin, da war sowieso alles vorbei. Sollte ich je wieder nach Plumelec kommen, darf ich beim netten Kneipenehepaar übernachten und der Boulanger aus dem Nachbardorf gibt mir umsonst meine Croissants. Das war ein tolles erfüllendes Erlebnis.
Abgerundet wurde es, als die schweren Trucks der Fernsehsender (ja, auch das ZDF) sich einen Weg durch den Ort bahnten und überall Menschen auf die Straße liefen um sie zu verabschieden. Es wurde auf der einen Seite gehupt und auf der anderen wild gewunken. Das war wirklich toll. Fast war es, als sagten die Trucker “Danke Plumelec, es war schön bei dir” und die Einwohner “Danke Le Tour, schön, dass du da warst”.
Das fand ich ziemlich bewegend.
200 Kilometer bin ich nun gefahren und bin in Cholet. Die sportlichste Stadt Frankreichs! Hier ist die Tour schon präsent und wird sehnsüchtig erwartet. Der Campingplatz ist jetzt schon überfüllt und es wird auch langsam international. In Plumelec waren Bretonen zahlreich vertreten, hier sind Engländer, Niederländer, Belgier, Deutsche, Franzosen und Neuseeländer.
Ich werde den rest des Tages ruhig verbringen. Ich hoffe, dass ich irgendwo einen Fernseher finde, damit ich sehe, wer denn heute gewinnt. Das ist wirklich blöd, das bekomme ich gar nicht mit…
Dann gibt es heute endlich einmal was Richtiges zu essen und nicht immer diesen Dosenfrass. Eine dickes Steak liegt in meiner Kühltruhe ;-) Morgen werde ich in Cholet unterwegs sein um eine Geschichte zu finden und am Dienstag morgen gehe ich erstmals in Village. Da sind dann die ganzen wirklich wichtigen Menschen. ;-)
Alles Liebe für Euch und ganz viele Grüße
Bürte
Samstag, 5. Juli 2008
allez, allez
Ja, kaum zu glauben, nach über 1200 Kilometern bin ich doch tatsächlich in Plumelec angekommen! War der kleine Ort vor einigen Wochen noch voller Gemütlichkeit, so herrscht hier jetzt Betrieb wie in einer Großstadt. Ich konnte mir das beim besten Wien nicht vorstellen und das Gesehene übersteigt meine Vorstellkraft sowieso.
Gestern hat mich der Tag total geschlaucht. Immer wieder macht man den Fehler, die Größe diese Landes zu unterschätzen. War ich gestern Morgen noch der Meinung, dass ich am Nachmittag locker in Châteauroux sein werde, lehrte mich der Nachmittag wieder was Neues. Ich änderte meine Route kurzfristig und nächtigte in Richelieu auf dem Camping Municipal. In dem Ort ist am nächsten Mittwoch (5. Etappe) die zweite Sprintwertung. Damit habe ich mir nicht nur gestern ein wenig Zeit gespart, auch heute sicherlich ca. 150 Kilometer. Das war eine gute Entscheidung. Heute morgen bin ich auch erst um kurz vor acht aufgewacht, so kaputt war ich von gestern. Über 700 Kilometer bei brüllender Hitze zu fahren können wirklich ganz schön schlauchen.
Kurz hinter Richelieu fand ich dann auch schon meine Geschichte für die fünfte Etappe. Glück gehabt! Monsieur Pierre und seine Kumpanen waren sehr glücklich, dass ich sie beachtet habe. Aber lest selber.
Je mehr von Euch übrigens meine Texte anklicken, desto besser für mich ;-) Dann sehen die Verantwortlichen nämlich, dass die Texte ankommen und können auch im nächsten Jahr nicht auf mich verzichten! Doppelaufrufe werden sicherlich nicht gezählt. Also immer schön brav weitersagen!
Ja, nun bin ich also schon mittendrin! Vor der ersten Herausforderung stand ich bereits bei meiner Ankunft auf dem Campingplatz! Ich hatte ja vor einigen Wochen den Platz reserviert. Er war auch sehr schön, nur leider lag er ungefähr 80 Meter von der Stromdose entfernt. Das war schon mal schlecht, da mein Kabel halt nur 50 Meter hat (ist aber auch genug finde ich). Spontan griff ich zum Telefon und rief bei der freundlichen Frau in der Mairie an. Als sie sich meldete bemerkte ich, dass sie ja blöderweise Französisch spricht…tja, da musste ich halt mein erstes französisches Telefonat führen. Mit Erfolg! Ich habe den Platz gewechselt und habe Strom!
Bin dann aber nochmal zu ihr hingefahren um mich zu vergewissern, ob ich sie nun richtig verstanden habe. Denn nun stehe ich auf einem Platz, auf dem bereits ein Caravan steht. Mit jemanden anderen tauschen, der auch reserviert hat, aber kein Strom hat ging nicht…Komisch, woher mir das Verhalten bekannt vorkommt ;-) Gut das ich eine gewisse Gelassenheit entwickelt habe.
Dann bin ich zum „Arrivee“ geradelt, was vom Camping keine zwei Kilometer entfernt ist! Unglaublich, was dort los war. Jegliche Fernsehsender sind vertreten, zudem wurde die Siegerehrungsmuschel gerade aufgebaut. Am liebsten hätte ich sofort meine Kamera gezückt und alles und jeden fotografiert. Ich tat aber eher ganz unauffällig und begab mich zum ZDF-Büromobil wo ich von zahlreichen Menschen fröhlich empfangen wurde. Irgendwie schon unwirklich, dort in den heiligen Hallen des ZDF zu stehen. Ich bekam einige Heftchen (eher Bücher) (Hallo Herr Grüne, kannst du schon mal in meinem Büro anbauen!!??) und machte mich dann wieder auf den Heimweg. In der einzigen Bar von Plumelec ergatterte ich einen Platz und genehmigte mir ein Feierabendbierchen um das Erlebte wenigstens mal kurz zu verdauen.
Dann kam noch das Pressezentrum, dass mir der Chef des Office de Tourisme persönlich zeigte. Es befindet sich neben meinem Campingplatz und was soll ich sagen, um diese Dimensionen zu schildern? Waren sie beim Endspiel des Afrika-Cups stolz auf ihre ca. 20 Rechner und ich davon überzeugt dass das auch wirklich Mega groß ist, so hätte mich dieser Anblick wirklich beinahe aus den Latschen gehauen! In eine Reihe passen sicherlich 50 Leute oder mehr. Bei, hmmm, keine Ahnung, 25 Reihen oder mehr (!!) kann sich jeder ausrechnen, wie viel Menschen da rein passen! Ich war froh, dass es noch nicht eingerichtet war, keine Journalisten da saßen. Aber das werden ich mir definitiv anschauen gehen, wenn es voll ist…
Ja, meine SIM-Karte im UMTS-Stick funktioniert erwartungsgemäß noch nicht…von daher bin ich zur Zeit noch nicht so flexibel, wie ich es gerne wäre. Aber die Jungs vom ZDF werden mir morgen sicherlich weiterhelfen. Wenn nicht, mal sehen, wie ich das Problem dann löse.
Schönen Gruß auch von Guy aus Finistere an alle Krallemagnes! Mit ihm habe ich heute Kontakt aufgenommen (dafür, dass ich gar kein Französisch spreche hatte ich wirklich viel Kontakt heute…) um zu wissen, ob die irgendwo an der Strecke stehen! Aber anscheinend nicht. Aber wir treffen sie ja bald bei En Avant Guingamp!
OK ihr Lieben. Das war ein kurzer Bericht, bevor ich mich einem Gläschen Wein und meinen ganzen vielen neuen Büchern widme. Morgen vielleicht mehr!
Bürte
For our English Friends! I’m arrived safetly and now, i’m in Plumelec on the campsite! My French would be better every Hour ;-)
I’m in the middle from all and it’s a great feeling!
More English words in the next days!!! Big hugs and tons of love to nibbletown and the clevedon “waiting-room”!
P.S: Mel and Mary: Have a nice and safe trip to Switzerland!!!
Bürte
Dienstag, 1. Juli 2008
Zweibrücken!

GÄSTEBUCH!!!!!!
http://www.onlex.de/_gbuch.php4?username=aroundthefootballworld
Ich bin dann mal weg!
So, noch einen Kaffee, ne Dusche und dann geht es los. Akkredtierung ist da! Kaum zu glauben. Einiges hat trotzdem nicht geklappt "Thats Africa" könnte hier genauso passen ;-)
Mal sehen, welch Herausforderung mich dann also gleich in denersten tagen erwartet.
Nächtigen werde ich kurz vor der französischen Grenze, oder wenn ich es schaffen sollte, irgendwo bei Metz. Mal sehen.
Auto ist gepackt, Route von Herrn Grüne perfekt vorbereitet, kan also nichts mehr schiefgehen.
Unter www.letour.fr findet ihr zudem Neuigkeiten zur Tour, die Route etc. Die Seite kann auch in Deutsch aufgerufen werden.
Herzlichen Dank an alle, die mich in den letzten tagen mit lieben E-Mails und Anrufen bedacht haben! Ich habe mich sehr fgefreut!
Alles Liebe
Bürte
Donnerstag, 26. Juni 2008
GÄSTEBUCH!!!
http://www.onlex.de/_gbuch.php4?username=aroundthefootballworld
viel Spaß!
Radsport around the World
ich missbrauche unserem Fußball-Blog nun als Radsport-Blog, damit ich Euch allen schön viel von meinem Frankreichaufenthalt erzählen kann!
Dienstag am 1.7. geht es los Richtung Bretagne, wo ich hoffentlich am 3.7. in Plumelec eintrudeln werde.
Einen Tourplan setze ich noch ins Netz, damit ihr auch wisst, wo ich mich denn grad so aufhalte.
Freue mich auf Eure zahlreichen Besuche!
Alles Liebe
Bürte
Dienstag, 19. Februar 2008
Sicher gelandet!
Wir sind sicher in unserem schmucken Häuschen gelandet! Nach einer anstrengenden Tour, wir sinmd seit gestern früh unterwegs, haben wir einen ersten tee getrunken un die Postberge sortiert.
Ich selbst falle gleich vor lauter Müdigkeit vom Bürostuhl und mus euch auf morgen vertrösten!
Sorry...
bis morgen, alles Liebe
Bürte und Hardy
Hello everybody
You won't believe - but we are actually back in Langenhagen. After leaving Busua yesterday morning at aroung 11 am we arrived here at around 5 pm next day. On our way we used
1.) a bush taxi
2.) a tro tro
3.) a Ford lorry
4.) a taxi in Accra
5.) a plane to Milano
6.) a plane to Frankfurt
7.) the underground from the airport to the station
8.) an ICE train to Göttingen
9.) Tine's super-taxi to Langenhagen
Any question's left?
More is to follow - give us some sleep beforehand.
Hope you are all well and ready to give WBA the push
Eitsch and Bee
Montag, 18. Februar 2008
Tschuuess!!!!
gerade bbin ich nochmal im noblen Bbusua-Beach-Resort, bevor es gleich auf die lange Reise nach Accra geht, wo heute nach der Flieeger Richtung Frankfurt aufbricht.
Es ist ein guter Tag zu fahren, da wir heute richtig schllechtes wetter haben! Wollkig und keine Sonne zu sehen, dafuer bbrechend heiss. vielleicht ja der beginn der regenzeit!?
Wir sind gespannt darauf, in deutsachland anzukommen und bbitten auchc gleich alle um verzeihung, falls wir in unseren erlaeuterungen und erzaehlen viellleicht gar nicht wissen wo wir anfangeen sollen. es wird spannend sein,, was wir mitnehmen, eerlebnisse und ereignisse liegen teilweise llange zurueck. sicherllich wird vieles erst zuhause nachrutschen.
fuer uns war es eine wirkllichh tolle reise, an manchen tage auch eine wirkllichc scheusslichee reeise...
sorry fuer das bloeede getippe, die tastatur hier ist irgendwwie komisch.
wir werden nun bald mit deme taxi nach agona junction fahren, von da aus ein trotro besteigen das uns nach takoradi breingt um von da aus irgendwie nach accra zu kommen. so muss man heute den tag nichct mit warten verbringen, sondren hat wwenigstens nocch schoen was vor.
hardy geht es besser. die nacht war sehr anstrengend, da unsere kirche ihren woechtenlichen gottesdienst abgehaalten hat, bis halb zwei heute morgen. mit llaut musik und schlagzeug...
morgen melde ich mich mit neuiogkeiten aus langenhagen und werde euch wissen lassen, das wir gut gelandet sind!
scheon, dass ihr uns alle begleitet habt!
alles lliebe
buerte und hardy
Freitag, 15. Februar 2008
Gruesse vom genesenem Krankenbett
schioen, wie ihr alllle Anteil nehmt! Malarria ist hier wirklich eher undramatisch,, zumindest wenn man weiss, welche Tabeltten man in der Appotheke kaufen muss. Einee 5-Tage-Kur kostet keine drei Euro und sie wirkt wunderbar. Hardy geht es heute viiiiieeeeelllll besser als gestern. Er sitzt sogar neben mir und schreibt gleich selber was ;-)
Bei einem naechsten Afrikaaaufenthalt werden wir sicherlich auf die Hammerharten Lariam verzichten, da wir nun wissen, wie man eigentlich dammit vorgeht.
Ansonsten ist auch unser letzter Kollege Christian nun heute nach Berlin gereist und wir sind hier an der Kueste die letzten der Garde. An dieser Stelle Herzliche Gruesse an Joerg und Stefan, die wohl schon wieder in Nuernberg weilen, bzw. Fuerth und an die letzten drei Hanburger/Oldenburger, sie sich just in diesem Moment in Ouagadougou rumtreiben. Heute hoerte ich zudem, dass in Deutschland gerade miinus sechs Grad sind (um diese Uhrzeit). Das sind fast vierzug Grad Unterschied zu unserem abgekuehlten Abend...
Wir siond eien wneiig traurigf, dass unsere Zeit nun bald vorbei sein soll, aber auch gluecklich, wieder zu Hause sein zu werden. Das war definitiv eine echtee Lebenserfahrung, fuer die Bearbeitung wir sicherlich noch einige Zeit brauchen werden. Solte jemmaand von euch Lust bekommen haben, meehr ueber Afrika zu erfahren,, kann ich euch das Buch "Ach, Afrika" von Bartaelomaeus Grill empfehlen. Es ist wirklich sehr lesenswert .
Gerade wird vor unserer Hueette von einer einheimischen Band geprobt. Schlagzeug,, Bass und Orgel uund dazu drei (!!) Lautsprecher, damit auh der letzte im Dorf hoert,, was abgeht. Ichh bin gespannt, wie es ist, im sauberen und geordneten Deutschland anzukommen...
So, ein kurzes Hallo, melde mich nochmall!
Alles Liebe
Buerte und Malardy :-))
hi everybody
so i'm back to earth after two days in a dreamland you couldn't get to even with the nicest and colourful pils or smokes. talk about split personallity... it's been quite an expperience but to be honest i'm happy that the worst part obvously iss over. thanks to buertes insistance i went to hospital quite early so i spared myself an ever worser part with is suppost you get after a while. now,, on my way of recovery, i have decided that from now on you can cal me MAL.. As that sound a bit like a guy i now i think i'l get myself a little welsh beard as wel and we can form a real brotherhood!
wel, for mee the last days passed by realy in a cloud. i stil can remember being driven to the hospital, trying to find out, whhat to do and sitting in front of an old lady teling me "Vou have malaria". My answer obvously was simmpllee "I have malaria?". "Yes, you have malaria". "Oh". afterwards, everything went in trance. I got an injection (they were very kind and even asked me if i was afraid of it), come back and slept. The thing on malaria is, you don't understand it. it feels like a cold, but you are absolutly tired. you eat quiite wel, use the toilet - but sleep, sleep, sleep. and you are lost for words I did not say more than a 100 words yesterday - my head was completely emty. that must havew been nirvana...\
anyway. i'm on the rise and the sad thing i found out already is that there is no bbc in busua. so, chris and row, give them a shout from us and have fun!
Before i finish mmy short statement let me say very thank thank you for al your concern abouth my health in the guestbook. it's been very nice to read all of it. See you soon!
Hardy and buerte
Mittwoch, 13. Februar 2008
Malaria hat zugeschlagen!!
Da giebt man fast 200 Euro fuuer Malariamittel aus, und nun hat es Herrn Gruene erwischt. Zum Glueck habe ich es geschafft, ihn umgehend ins Hospiatl zu befoerdern (gegen seinen Willen!), wo er eine Injektion und zahlreiche Medikamente bekommen hat. Es scheint also alles im Griff zu sein.
So haben wir also auch wieder neue Erlebnisse gehabt. Ein ghanaisches Dorfhospiatal von innen zu sehen und gemeinsam mit 30 anderen Kranken draussen in dre Bullenhitze zuu warten. Es gab Einwegspritzen und auuch ansonsten war alles vollkommen in Ordnung. Blut wurde abgenommen und sogar Blutdruck gemessen. Also eigentlich alles wie bei uns...
Unsere Fahrt hier her war ebenfalls ein Erlebnis. Wir haben auf den tollen klimatisierten STC-Buus verzichtet und sind in einem engen Lorrybus hierher gekommen. Die Eigentuemer haben sich wirklich gefreut uns wieder zu sehen und alle waren so nett, wie vorher noch nicht erlebt.
so, die naechsten tage mehr, ihr braucht euch keine sorgen machen, ist alles unter kontrolle!!!
bis bald, alles liebe
buerte und hardy (der sich brav hingelegt hat)
Hello Bristol, hello wales,
sorry, for my english... hardy have malaria, and today we went to the hospital, after i said WE GO IN THE HOSPITAL. He was very tired and have fever, so he can't say so much (im lucky!!!)
he get a injektion a a lot of tablets, so i hope it should be ok. In the hospiatl they look for the blood and so on, the same procedure as by us. It was a very basic hosptal, but clean and friendly.
i'm ok, now!
so, i think tomorrow hardy ist writing by his own.
lots of hugs and love
buerte
Montag, 11. Februar 2008
Back to Paradise
al erstes ein froehliches Happy Birthday an unseren emsigen Fahnenwart und treuen Begleiter Hans-Werner, der sich heute hoffentlich ordentlich anseinen Ehrentag feiern laesst!
Alles Gute und viel Gesundheit fuer dein naechstes Lebensjahr!
Das war sie also, die 26. Afrikameisterschaft mit einem verdienten Sieger, wenn man es realistisch sieht. Aber mit dem Falschen, wenn man es parteiisch betrachtet...Ein heilloses Chaos auf der Pressetribuene dueften wir auch miterleben.
Nach einem netten Abend mit all den bekannten Gesichtern geht es nun nach Busua! You remember?
Von da aus melden wir uns nochmal!
Alles Liebe
Buerte und Hardy
You think it's all over now? it is all over now! Sad and happy at the same time, we say goodbye to the africn cup of nation and return to paradise busua in a minute for relaxing without football. yesterday it was chaotic, it was impossible and it was very african again. we loved it... we did not love the winner egypt, however, but one has to admit, that the team deserved to win.
ok, we are off. i think we will be able to post a few lines in the next couple of days, but our days will be rather relaxing. enjoy your dys and see you soon!
P.S.> we met a guy from ghana in a welsh-shirt and took a picture of him - just for you, mel. unfortunaetly, we cannot post pictures at this internet cafe, so please wait a moment
Gruenes Gedanken vor dem Finale
Everything is rather quite in accra. Even the victory versus ivory coast did not help o make Ghana happy again. For us it’s a bit like 2006, when germany lost in the semifinale to italy. You have come so far, but you did not reach it nonetheless. Oh well, I think the English reader among you will know what I’m talking about…
Our small adventure has come to a final point as well. Tomorrow there is no African cup any more and we will head straight back to busua to get more sun and chill out. It’s still amazing as well as very nice being here. We still have have the some feeling being owerwhlmed by joy one moment and completely desperate the next. An example? Yesterday Buerte ordered an “American breakfast” – Scramble Egg, Beans and Sausages. When she said “please leave the sausages, I don’t want them”, the waiter was in complete despair. After asking the cook she come back and told buerte, that she has to have the sausages, otherwise she could get the “american breakfast”. It’s amazing, how difficult easy things can get over here.
One thing I’m really looking forward to is … cold and fresh air. It has been quite hot and humid recently and I ALWAYS feel like being baked at the moment. It’s difficult to imagine living in a climate like this forever – I certainly have come to a point where I see a reason for autumn, winter and spring. But ask me again after the first weerk in the german rain…
Now it’s about one and a halve hour to go until kick-off. I guess, some of you will follow the ation via tv. Keep you fingers cross for camerun and have a look for us on the media sector. If you see blond hair, it will be buerte!
Seeya
H&B
Sonntag, 10. Februar 2008
Finale, oho, finale ohohoho
Wir sind dabei!!! Wir haben auch nur knapp zwei Stunden gewartet, bis wir die Tickets in den haenden hielten, kaum zu glauben! Dafuer war das mir wichtigste Spiel das einzige, dass ich nicht gesehen habe, noch nicht mal im Fernsehen!
Aber wir haben unsere Tickets und das iost die Hauptsache. Ebenso gehen wir zur Pressekonferenz und gucken, was otto so zu sagen hat.
Hier am Stadion ist schon richtig viel los. Das neue Pressezentrum ist voll, die Computer gehen natuerlich nicht und es ist heisser hier drin als draussen...
Nach dem Spiel nachher gehen wir noch mit den wiedergetroffenen Felix, Caldo, Bernd, Marc und Christian ein Bierchen trinken um den Abschluss (hoffentlich den kroenden Abschluss von Kamerun!) zu feiern. Die meisten fliegen ja morgen wieder nach Hause.
Die Stimmung ist gut hier, auch draussen vor den Stadiontoren. Die froehliche Stimmung der letzten Wochen hat nicht nachgelassen.
So, ich muss nun hier raus...es ist dermassen heiss, dass man es kaum noch auhaelt...Viel Spass allen, die heute live am Fernseher dabei sind! Wir winken auch mal :-)
Alles Liebe und bis bald
Buerte und Hardy
Samstag, 9. Februar 2008
Gruesse aus Accra
OK, den Flughafenabholservice koennen wir nun stoppen und suchen nun vorraussichtlich am Di. 19.2. jemanden, der uns vom Goettinger Bahnhof einsammeln kann! Bitte auch hier unter hbontour@yahoo.de Kontakt aufnehmen, das waere sehr lieb!
Back in Accra. Die Luft ist stickig, es ist dreckig, es ist schwuel, es ist laut und das Verkehrschaos hat sich in den letzten zwei Wochen auch nicht geaendert. Fast mag man meinen, die Zeit waere stehengeblieben in der ghanaischen Metropole.
Unsere Bustour von Kumasi nach Accra war unerwartet anstrengend. Fast acht Stunden im STC-Bus waren wirklich eine harte Pruefung. Dazu kam ein wirklich grottenschlechtes Unterhaltungsprogramm im Fernsehen. Der Titel "The Priest must die" sagt aus, worum es in dem Film ging. Der Priester wurde auf Uebelste vermoebelt und beleidigt. Der zweite Film handelte von einem Paar, wo der Mann fremdging, seine Frau sich aergert und er auch sie dann als Versoehnung wieder durchpoppte. Das war wirklich unglaublich, was das fuer Filme in einem oeffentlichen Bus waren! Ich kann das heute noch nicht fassen, was ich da gestern an Gewalt und Erniedrigung gesehen habe. Nichtsdestotrotz haben wir wieder viel Neues des Landes erkundet und als wir endlich nach Accra kamen, war es fast so, als kehre man heim.
Unser erstes Anlaufziel war das oertliche Alitalibuero, um unseren Flug umzubuchen...Ein normal wortkarger und eher unmotivierter Mitarbeiter sagte lediglich einen Satz zu uns "300 Euro"... OK, damit stellt sich nun die Frage: 300 Euro, also knapp 500 Dollar Umbuchungsgebuehren bezahlen, oder teure Hotels? wir werden uns wohl dafuer entscheiden umzubuchen...Unsere Fuenf Wochen waeren dann sehr rund und das ist es ,was zaehlt.
Wir sind also wieder in Accra. Voll mit Erlebnissen und Emotionen und gut gewappnet fuer den "Kampf" um die Endspielmatchtickets.
Didier und seine Elephants haben es nicht geschafft und spielen heute im kleinen Endspiel gegen Gastgeber Ghana. Natuerlich haetten wir in Kumasi in unserem Super Hotel mit warmen Wasser bleiben koennen, aber das Endspiel rundet den Cupbesuch einfach besser ab. Ich bin auch wirklich total parteisch. Kamerun muss es einfach schaffen die Aegypter zu schlagen. Alle Supporter der Cote d'Ivoire waren nach der Niederlage regelrecht geschockt. Da hatte keienr mit gerechnet. Aber die Nordafrikaner waren klar besser, wenn man das neutral betrachtet. Und klar doeoefer wenn man es nicht neutral betrachtet ;-) Ich hab nochmal mindestens 100 Bilder von Didier gemacht, wer weiss wann man ihn wiedersieht. (Hardy zieht mich damit immer auf, verstehe ich gar nicht ...)
Ghana selbst ist ueber das Ausscheiden nicht wirklich traurig. Die Menschen sind ebenso froehlich wie vorher und zelebrierern das gesamte Turnier. "It's a game"hoert man von jedem, den man fragt. Bleibt also nur noch das Abenteuer Endspiel...Laut freundlichen Volunteers werden die Tickets heute an alle ausgegeben, die sich im Internet dafuer beworben haben...Das CAF-Office ist zur Zeit noch geschlossen. Mindestens acht DIN4 Blaetter zieren die Tuer, auf ihnen alle moeglichen Informationen. Auch die der Ticketausgabe, die heute um 17.00 erfolgen soll!!! 17.00 Uhr?! Hallo, da ist Anpfiff zum Spiel Ghana-Cote d'Ivoire. Da kann man sich irgendwie nur an den Kopf fassen und kneifen, dass die Verantwortlichen es auf diesen Zeitpunkt legen. Zum Glueck sind wir schon laenger hier und haben mittlerweile Erfahrung im Umgang mit den Gegebenheiten. (Gerade erfahren wir, dass Kamerun um 16.30 eine Pressekonferenz in ihrem Hotel gibt...ob die Presseverteter das dann noch puenktlich zur Ticketausgabe schaffen? ach, schoen!!)
Das sind wirklich die Situationen, die einen in die pure Verzweiflung treiben koennen. Die einen dieses Land sowas von madig machen, um gleich im naechsten Moment ein Erlebnis zu haben, das es einem so leicht macht, dieses Land zu lieben. Vorgestern waren wir Tee trinken. Ich habe ganz deutlich zu der Bedienung gesagt "Two tea". Sie guckte mich voellig unverstaendlich an. Ich habe mein Anliegen mehrmals wiederholt, dann Hardy, als sie nach ca. 5 Minuten sagte: "Tea? Ohhhh yeahhh, do you want Tea?"
...
der Tee kam dann nach 45 Minuten ;-)
So eigenartig das klingen mag, ich werde das vermissen! All die Erlebnisse oeffnen den eigenen Horizont auf seltsame Weise. Manchmal regelrecht brutal, manchmal muss man erst genau fuehlen und hingucken.
Unser Hotel liegt also mitten in Accra und wir bezahlen wirklich nur 17,50 Cedis! Dafuer gibt es zwei Einzelbetten in einem kleinen sauberen Raum, einen Tisch und einen Stuhl. Gemeinschaftstoilette und Dusche sind auch vorhanden. Leider ging dort heute morgen das Wasser nicht, so dass wir uns auf vollgeschissene (sorry, war aber wirklich so) Toiletten setzen mussten und uns nicht waschen konnten, nur mit unserem letzten Wasser aus der Flasche die Zaehne putzen. Natuerlich muessten wir nun sauber sein nach soviel Warmduscherei, aber...
Wir bleiben nun da und werden am Montag noch weiter an der Kueste lang fahren. Cape Coast mit seiner grossen Sklavenburg und Elmina muss man gesehen haben, und dann mal sehen wo wir landen.
Hardy ist leider wieder ein wenig laediert (vielleicht liegt es an Accra?). Seine zahlreichen Moskitostiche an den Fuessen haben sich bei der Hitze vereitert und machen das Leben nicht einfacher. Moskitostichen kann man hier nicht voll vorbeugen. Natuerlich kann man sich einschmieren, das tun wir auch immer brav, sogar mehrmals am Tag, aber manchmal bringt es halt nichts, sind die Viecher einfach resistent dagegen. Unsere Malariaprofylaxe nehmen wir auch regelmaessig! Liebe Gruesse an dieser Stelle an die Franks in der Pfalz und ihrem tollen Mitdenken! Dank des Hautantibiotikums haben wir alles unter Kontrolle!
Ich habe zwar auch viele Stiche, aber wohl irgendwie andere Haut...meine sind nicht entzuendet.
So, drueckt die Daumen, dass wir nachher unsere Matchtickets erhalten! Dann werden wir das Spiel gucken und uns in den quirligen Stadtteil Osu begeben, wo wir bei Frankies Pizza essen!
Morgen melde ich mich wieder! Bis dahin, alles Liebe fuer Euch!
Buerte und Hardy
Well guys, it’s just one day to go and everything will be over. We are back in accra for now. It took our coach more than seven hours to drive the 250 kilometers from kumasi and we were quite happy when we arrived. But accra is huge, and we are already looking forward to leave again on Monday.
Another disappointment was Allitalia. When we asked to rearrange our flight they asked for the small amout of 300 Euros to do so. So we still thing what will be better –staying here and spending the money in Ghana or throwing it at Allitalia. Never again, I can already say.
As usual, everything around the match is chaotic. They asked us to apply for tickets 48 hours before the match and promised that we will get a reply by mail. Nobody got any mail so far, and we all are very much curious how they will deal with the situation. It is said, that today at 5pm we will get them – although at the some time it is ko for the match between Ghana and Ivory Coast.
That would have been our final, we thought. Be Egypt and Cameroun had other things in mind. Both were deserved winners, even if I do not like to admit that. I personally despised the Egypt supporters as well as journalist. They behaved like pigs. Insulting, very arrogant und just undescribable. I’m not looking forward to see them again tomorrow, and I think the friendliness and welcoming attitude of the black Africa is unknown in the north. Therefore: I go for Cameroun!
Well, I just heard I have to go to que for my ticket – hope to back tomorrow to tell more to your folks!
H&B
Donnerstag, 7. Februar 2008
Thank you Mel!
Rain in Kumasi!!!
Hello together!
Thank you Mel, thank you :-) ... after we get your Guestbook Message it was raining in Kumasi!!! (See the fourth picture). And raining means raining here...the rain in Blaneau is nothing about this!!! OK, yesterday we were wet, weeettt, realy wet!
Ja, kaum zu glauben, als wir gestern das Stadion verlassen haben, hat es hier geregnet. Und zwar nicht nur so ein bischen, sondern richtig...heute war die Luft allerdings so klar und sauber, wie wir es die letzten Wochen hier noch nicht erlebt haben.
Heute haben wir uns einen gemuetlichen Tag gemacht. Busticket gekauft, morgen frueh geht es nach Accra, ein wenig nett gegessen und die letzten Nationscup-Souvenirs gekauft. Gleich gehts ja los, Ghana spielt gegen Kamerun und die Stadt ist gespannt und aufgeregt. Wir werden das Spiel nun wieder im Stadion auf der Leinwand verfolgen und freuen uns auf unser Match Cote d'Ivoire-Egypt, was um halb neun angepfiffen wird. Vor dem Stadion sind zahlreiche Ivorer angereist und praegen das Bild mit ihrem leuchtendem Orange.
Gestern wurden wir wieder einmal Zeuge dieser chaosmaessigen Organisation. Um drei Uhr nachmittags wurden die Journalisten ins Pressezentrum gebeten, um ihre Matchtickets abzuholen. Das Wahnsinnige daran ist, dass man im Internet welche bestellen muss (die 455. Akkreditierungsnummer, die man dann erhaelt, sollte man definitiv behalten, denn irgendwann fragt sicherlich irgendwo jemand danach und wenn man sie dann nicht parat hat...oh gott!), mindestens 48 Stunden vor dem jeweiligen Match. 24 Stunden vorher soll man dann angeblich eine Mail erhalten in der mitgeteilt wird, ob ich denn ein Matchticket bekomme oder nicht. Fuer kein einziges Match haben wir bislang eine Antwort, dafuer aber manchmal ein Matchticket. Die Aussage von Herrn Habouba (er soll wirklich leben, es haben ihn schon welche gesehen!) zu Beginn des Turniers "Journalisten aus dem europaeischen Ausland brauchen niemals Matchtickets" kann ich mir wohl lediglich auf ein T-Shirt drucken lassen. Am Endspieltag wird ein niemals geahntes Chaos herrschen und wir sind nicht sicher, ob wir ueberhaupt ins Stadion kommen. Deshalb also schon morgen nach Accra. Rueckflug tauschen (wir planen nun eine Woche frueher, also am 19. oder 20. heimzukehren. Kann uns jemand abholen?????) und sehen, ob wir ein Matchticket fuer das Endspiel ergattern koennen. Drueckt die Daumen!
Sollte Ghana es heute packen, wird das Land Kopf stehen...
So, die naechste Nachricht wird euch aus der Hauptstadt erreichen. Kaum zu glauben, aber wir haben ein guenstiges Hotel mitten in der Stadt bekommen, die Unterkunftslage scheint sich dort etwas entspannt zu haben.
Bis bald, alles Liebe
Buerte und Hardy
For our Friends in Wales and England: Sorry, the next Englishtext also from Accra in two days...
Dienstag, 5. Februar 2008
Stadtbummel in Kumasi
als erstes einmal froehliche Gruesse und Glueckwuensche an meine liebe Freundin Alex und mein Bruderherz Kai! Beide feiern heute ihre Geburtstage! Alles Gute fuer euer naechstes Lebensjahr, Glueck, Gesundheit und viel Spass!
Wir haben heute Kumasi erkundet und sind beide wirklich total beeindruckt von der Stadt! Es ist heiss hier, so richtig heiss, heute Nacht ca. noch 30 Grad...Aber das hielt uns nicht davon ab, uns ins Gewusel zu begeben. In Kumasi gibt es einen dre groesseten Maerkte Afrikas zu bewundern, aber man sollte Durchhaltevermoegen mitbringen. Man bekommt wirklich alles. Alles was man sich vorstellen kann, diese Warenfuelle ist unglaublich. Wir waren vorbereitet auf viel Gespraeche, auf Reaktionen. Aber es war total super harmonisch, an anderen Stellen sind die Verkaeufer wesentlich aggressiver im Anbieten ihrer Waren. Aber die Jungs und Maedels waren wirklich total freundlich und es hat richtig Spass gemacht. Allerdings haben wir beide mehr gekauft als wir wollten (die offiziellen Shirts sind aber auch echt toll...) und muessen nun sehen, wie wir die zusaetzliche Fracht in unseren Rucksaecken verstauen :-)
Zusaetzlich hat Hardy endlich ein Trikot von Asante Kotoko Kumasi enrstanden, auf dessen Suche er bereits seit drei Wochen ist. Aber auch hier greift das Motto "Es gibt alles zu kaufen, man muss nur wissen wo"! Der Verkaeufer war voellig geruehrt, dass wir ein Trikot gekauft haben und hat sich ehrlich doll gefreut.
Allgemein waren unsere Begegnungen total positiv heute! Es war ein Tag, an dem man sehr genossen hat hier zu sein!
Unser Hotel war bis heute morgen belagert von Angolanern, die ihr Team supportet haben. Leider sind sie gestern gegen Aegypten rausgeflogen, was wirklich alle geaergert hat. Ausser ca. 20 aegyptischen Anhaengern, standen alle im Stadion gestern auf der Seite von Angola. Nun wird das Hotel sicherlich bald von Ivorern belagert werden;-).
2010 wird der Afrika-Cup in Angola ausgetragen und wir haben die Gelegenheit genutzt, und schon mal Kontakte zu Medienvertretern geknuepft.
So, morgen um drei werden laut Aushang die Tickets fuer das Halbfinale ausgegeben...da werden wir dann wieder hier im Stadion sein und uns erstmal auf ein heiloses Chaos einstellen.
Liebe Gruesse von den immer noch Warmduschern (und soooo kaesig-weissen)
Buerte und Hardy
Back online the second day in a row - how amazing is that! That gives us time to write a bit more. As today is gameless - well, Chris, Row and Phil will go to the Mem, Good Luck! - we entered town to do a bit of a sightseeing. Kumasi is quite a nice town. Easygoing, busy and with a lot of things to offer. They even have a war museum - but it wasn't raining, so we dropped that. Instead we went to the huge market which covers a big part of the city centre. It is supposed to be one of the biggest in Africa and certainly the biggest in Westafrica. So we were prepared for quite a hawking, shouting and touching. But it wasn't! Of course, we hearded a lot of "hey mister", "white man, look", but in general it was a nice and funny experience. We even bought some shirts and had a good laugh with the sellers. Back to the hotel I tried my luck to get a shirt of Asante Kotoko, the number one club of Kumasi and arguably of Ghana (Heart of Oak-Fans wouldn't agree with this statement). It's been quite diffucult to get some souvenirs from african teams over here. Chelsea, Arsenal, Real Madrid etc. you can by in every condition, size and colour. But no Asante Kotoko... Funny enough, in the end I got one! A very small shop opposite the stadium had the same collection of european shirts. The seller looked a bit surprised when I asked for a Kotoko-shirt but said "sure, I have". So now I'm sporting a wonderful red Asante Kotoko Shirt and will do this with much proud in the future.
Tomorrow we have to back to the media centre where we (hopefully) will get our tickets for the semi final between Ivory Coast and Eqypt on Thursday. The tournement is definetly getting hotter (as the temperatures) and we all look forward for the final, which will be the highligh of our small africa adventure.
Well, that's for today. Have fun at the Mem tonight (still raining in Bristol - I better don't ask for Blaenau...)?
Yours sincerely
Buerte and Hardy
Ach: Hier noch was auf Deutsch, was ich schon die ganze Zeit loswerden wollte: Tausend Dank an HW fuer die match reports!
Montag, 4. Februar 2008
HELPPPP!!Kann uns jemand vom Flughafen abholen???
Liebe Gruesse!
Buerte und Hardy
Gruesse aus Kumasi
Damit ihr auch seht, dass es uns gutgeht :-)
Takoradi! Irgendwie typisch, irgendwie anders, und irgendwie wirklich toll.
so, unser Weg hat uns doch tatsaechlich nach Kumasi gefuehrt, wo wir just in diesem Moment im Pressezentrum des Stadions sitzen.
Gestern war absolut super. Den Ghana-Sieg im Stadion, wo sich fast nur "Arbeiter" aufhielten, zu sehen, war ein echtes Erlebnis und beinahe waere ich unkontrolliert mit wehender Fahne mit all den freudigen Menschen mitgelaufen. Die haben anscheinend eine unglaubliche Energie abzubauen, wenn einfach froehlich losgelaufen wird. Es war irgendwie total skurril in einen leeren Stadion zu sitzen.
Schoen fuer Ghana, dass sie gewonnen haben, das tat diesem Land und den Menschen sehr gut und hat eine unglaubliche Euphorie ausgeloest. Druecken wir also alle Daumen.
Danach durften wir wieder einmal Didier spielen sehen. Was ein unglaublichen Willen und welch Frechheit dieser Mensch besitzt! So energiegeladen er auf dem Spielfeld ist, so zurueckhaltend ist er bei der Pressekonferenz.
Vom Stadion sind wir fast nicht weggekommen. Erst nach ueber einer Stunde des Wartens erbarmte sich ein Taxifahrer und brachte uns zum Hotel nach Takoradi, wo wir auch fast gleich in den unruhigen Schlaf fielen. Um halb drei mussten wir bereits wieder aufstehen...also nur knapp zwei Stunden Schlaf.
Wir wurden ja gewarnt, dass man gerne mal auf den Fruehbus warten muss, hatten aber gehofft, dass dieser Kelch an uns vorueber zieht. Das tat er leider nicht... Erst um fuenf kam der Bus, musste dann noch gepackt werden und irgendwann ging es dann los ins ueber 200 Kilometer noerdlich liegende Kumasi. Hier sind wir nun. Ein netter Taxifahrer vermittelte uns ein Hotel direkt am Stadion. Der gute Mann am Empfang wollte 75 Cedis haben, aber das machte Hardy so boese, das er ihm erstmal den Reisefuerher samt Preise vor die Nase legte. nach einigem Hin und Her haben wir nun ein Zimmer mit Ventilator, AirCondition, Kuehlschrank (!!), Fernseher, Extra Toilette und Dusche mit Warmwasser (!!!!!!!). Und das fuer "nur" 35 Cedis! Haben also beide die erste warme Dusche seit mindestens zwei Wochen hinter uns. War das schoen...Und Klamotten wurden auch gleich gewaschen, Warmwasser muss man ausnutzen :-)
Die naechsten zwei Tage werden wir in Kumasi weilen, und auch am 7.Februar das Halbfinale der Cote d'Ivoire hier sehen. Am Freitag machen wir uns nach Accra um dann doch das Endspiel zu sehen. Vor dem Chaos am Mediencenter haben wir allerdings jetzt schon Respekt... Das unorganisierte Chaos wird dann sicherlich ziemlich zusammenbrechen und nicht ueberall fuer Erheiterung sorgen. Schoen wird sein, dass wir viele Gesichter und Nasen wiedersehen werden, die wir in den letzten Wochen kennengelernt haben.
Danach wird unsere Reise wohl ein fruehzeitiges Ende nehmen muessen. Anstatt am 26. Februar werden wir gucken, dass wir irgendwie zwischen dem 13. und 20. zurueckfliegen koennen...Das ist sehr schade und macht uns auch sehr traurig. Aber leider ist es hier wirklich sehr teuer und unser Reisebudget dann entgueltig erschoepft. Hotels, die eigentlich ca. 10 Cedis kosten, verlangen nun nicht unter 30, was die Urlaubskasse schnell schrumpfen laesst. Der Standard ist dafuer dann aber sehr gering, wenn fliessend kaltes Wasser zu bekommen ist, sind wir gluecklich. Wo uns der Weg nach Accra hinfuehrt, wissen wir noch nicht. Cape Coast steht noch ganz oben auf der Wunschliste. Ouagadougou und Burkina Faso hingegen muessen wir wohl ein andermal besuchen. Nichtsdestotrotz sind wir nach nun drei Wochen schon sehr erfuellt von Land, Leuten, Ereignissen, Begegnungen, Erfahrungen, Erlebnissen und Emotionen und haben uns bewusst dafuer entschieden, eher nach Hause zu fliegen.
Ich fuer meinen Teil freue mich zudem auf Silvies Krustenbraten, mindestens eine Tuete Gummibaerchen und frisches Brot mit Kaese und ordentlich Eichsfelder Stracke. Da muss ich direkt aufpassen, dass ich hier nicht auf die Tatstatur sabbere...
So liebe Leute. Es wird voll hier im Mediencenter. Wir haben nun das Internet die naechsten Tage fast vor der Tuere, werden euch also auf dem Laufenden halten!
Bis dahin alles Liebe von den Frischwarmgeduschten ;-)
buerte und hardy
Well, about ten days ago we discovered paradise. A lovely beach, a hut for almost nothing (12 cedis) and a whole bunch of restaurants with amazing food Ghanaian as well as international. At once we decided to make this place our home for a whole week and chill out a bit. And chilled out we were et the end of this week. Ours days consisted of sleeping long, having a nice cup of coffee, lying around in the sand and eating. Well, sometimes we did a walk on the beach as well. However, as wonderful it was to find a place like Busua Beach as interesting it was for us. After more than two weeks in Ghana we both have started to realize this place more and more. And we found out, that there are a lot of wonderful things but as well a few very disturbing things. Ghana (Africa?) is a place, where you will live in extremeties. In one moment, you think you are in heaven because everyone is friendly and easy-going. Next moment, you think, you are in hell, because you’ve been asked for money five times in less than a minute, has have a struggle with you bill (you always have to look if it is correct) and has come to the impression, that you as the “white men” are here in order to get ripped off. I know, that is difficult to say (and even dangerous, because I really don’t want to sound like a racist), but it is certainly not only heaven here. Sometimes we just come to a point where we don’t understand each other any more. It can be a problem of the actual language (they speak a sort of pidgin English here, e.g. they say “tree” instead of “three”, and if you add up that to whole sentences, you are sometimes completetly lost). It also can be a huge cultural barrier. “Those African” (excuse me this chose of language) have a very different view of live than “we” Europeans have. For example, I would say there is nothing like a concept of “future”. That means, that things just rot away, if they are broken and not getting repaired. It also means, that live is much more based on the moment – something I have to try very hard to achive in mediation….
Somehow it is a very good experience for us to “feel” this barrier. I think, it will widen our lives and to understand, that I cannot understand is understanding as well. So, please do not read any wrong meaings out of this rather critical words. Its just to give you an impression about our whole adventure…
Another point are the prices. The country is much more expensive than we believed. Because of the CAN 2008 hotel prices have risen up extremely, and food is more expensive as well. That means, we have to reschedule our journey, because we will run out of money earlier than expected. Unfortunately, we therefore have had to give up the idea to go to Burkina Faso already. Burkina Faso is even more expensive and as it looks like we only would go up, stay a couple of nights and then go back to Ghana. That’s not the way you should treat a country and therefore we decided to stay in Ghana for the whole time. At the moment it looks like this: we are in Kumasi right now (in two hours there is Egypt vs. Angola) and will stay put until Friday. That means, we will see Ivory Coast playing in the Semi-finale. Afterwards we’ll go back to Accra to see the final next Sunday *Ghana vs. Ivory Coast????). On Monday morning we probably go back to Busua to spend another week in Paradise. Two days in Cape Coast will follow (I would love to find out more about the champion of 1967, the “Mysterious Dwarfs Cape Coast”). That means, we will fly back about a week earlier than planned – we should be ok with our money until then. So, sorry Mel, no Ouagadougou now – but maybe next time and then you two will be with us…
Yesterday we left our paradise in Busua to go back to Sekondi/Takoradi, where we watched Ivory Coast hammering Guinea 5-0. A somewhat unjust result as Guinea played well for about 60 minutes. But than it was Ms. Superstar himself again, who exploded. Image: Ivory Coast running against a very strong Guinea-defence for 60 minutes. Helpless, Desperate. Than Monsieur Drogba takes the ball, runs a bit and scores the second goal. The easiest thing in the world and the winner for Ivory Coast. I had some pity with the Guinea-supporters in front of me. They were getting more desperate after each goal, and I tried my very best to cheer them up. Efore the Ivory-Coast-match we watched Ghana beating Nigeria on the big screen in the stadium. It was an incredible atmosphere. About 500 people (volunteers, red cross, Police) were dancing and singing after Mr ex-Gas Junior Agogo scored the second goal. “Ago goal” wrote the Daily Times of Ghania today. We may be watchching a final between Didier Drogba (Ex-Guingamp) and Junior Agogo (Ex-Bristol Rovers) in the end!
After the match we got in contact with the organization chaos again. We had to wait more than an hour to catch a taxi back to the hotel. They just put the stadium in the outskirts of Sekondi without caring for public transport. That another thing very special here: You are responsible for yourselve, there is very limited common sense.
After a very short night (about 2 hours) we left the hotel at 3 o clock in the morning to catch the early bus to Kumasi at 4. However, it only departed an hour later… After traveling through an strange landscape – very green, Bananas, Coconuts etc (in one tiny village we saw a man in al Wales shirt!) – we arrived in Kumasi. The second biggest town of Ghana is considered as the heart of Ghanaian football (the famour Asante Kotoko play here, hope, getting a shirt of them) as well as the birthplace of Kofi Annan.It’s also a place much hotter than Accra. At least 35 degree burning down on my head and I long for a day without sweating. But I’m not about to complain about the weather… Well, now it’s only another hour until k.o. between Egypt and Angola, tension and hectic in the media area are growing and I better leave this place to get back in the sun.
All the best for all of you and see you soon!
Hardy and Buerte
Sonntag, 3. Februar 2008
Zurueck in Takoradi
Sicht in die andere Richtung von morgendlichen Fruehstuecksplatz...die Lehmhuette war unsere!!!
Blick von Fruehstuecksplatz in die andere Richtung des Strandes...
Hallo ihr Lieben in der Ferne,
frisch gebraeunt und tatsaechlich mal erholt, sind wir gerade wieder in Takoradi angekommen, wo wir heute das Viertelfinale Cote d'Ivoire-Guinea sehen werden. Allez Didier!!
Unser Aufenthalt in Busua hat in vielerlei Hinsicht Einblicke gegeben. Einblicke in das wirkliche afrikanische Leben und Einblicke in unser ICH, das wir schon so lange gesucht haben. Ein Ort, an dem man wirklich mal anhalten konnte. Deshalb haben wir uns auch entschlossen gleich eine Woche dort zu verweilen und uns nur uns, unserem wohlergehen und unseren Buechern a la Hesse und Theroux zu widmen.
Uns geht es relativ gut, wobei man das haeufig auch vom momentanen Zustand ausmachen kann. Waehrend man morgens aufwacht und nach dem Fruehstueck das Gefuehl hat "Boh ey, ist das toll und geil hier", kann man zehn Minuten spaeter eine ganz andere Stimmung haben. Eher nach dem Motto:" Ich will auf der Stelle nach Hause und halte es hier keine Sekunde mehr aus". Es ist wirklich spannend mit diesen so schnell wechselnden Gefuehlen umzugehen und sie auch irgendwie auszuleben. Wo man morgens sicher ist, wird man nachmittags ueber den Tisch gezogen (das ist voellig wertfrei zu sehen!) und wo das Essen lecker war, ist es am anderen Tag ungeniessbar. Gerade jetzt in diesem Moment finde ich das Abenteuer Ghana mal wieder voellig ueberwaeltigend schoen!
Busua war wie gesagt wirklich eine echte Entdeckung. Ca. 20 Kilometer westlich von Takoradi haben wir in einem regelrechten Tourismusort geweilt. Es gab eine ghanaische Kneipe mit dem Namen "Zweite Heimat", die vom Einheimischen Nana gefuehrt wird und gleichzeitig das Tourismus-Buero darstellt. Es gibt ein wirkliches Nobelhotel, wo das Zimmer 200$ kostet, ein franzoesisches Restaurant, dass in all dem ruhigen Leben sehr hektisch wirkt und es gibt das Alaska-Beach, in dem wir residiert haben. Das Meer war klar, die letzten Tage ein wenig rauh, aber immer warm wie die heimische Badewanne :-)
Ein echtes Problem in dem Ort ist das Kleingeld. Muss man beispielsweise fuer sein Fruehstueck 8 Cedis bezahlen, kann die Wirtin einen 10-Cedi-Sxchein nicht wechseln und auch beim ansaessigen Wasserverkaufer bekommt man kein Wechselgeld. Da ist es dann so, dass man eigentlich Tage lang seinem Wechselgeld hinterherrennt. Eigentlich bekommt man dann vom ganzen Ort irgendwie noch den einen oder anderen Cedis und hat selbst bald keinen Ueberblick mehr.
Gerade in diesem Moment sind wir im Stadion von Sekondi. Auf der Grossbildleinwand laeuft die erste Halbzeit des Ghana-Matches...Nigeria hat gerade den Elfmeter bekommen. Der Schiedsrichter dieser Partie sass im Flugzeug uebrigens vor uns...
Das Pressezentrum ist mal wieder eine grosse Improvisation. Zweimal ist der rechner gerade ausgefallen, was mir ein wenig die Lust genommen hat am Schreiben. Morgen frueh um halb vier geht es mit dem Bus nach Kumasi, wo wir morgen Abend auch noch ein Viertelfinale sehen werden. Von da aus dann mehr!
An dieser Stelle einmal liebe Gruesse an alle, die bislang unseren Weg gekreuzt haben! Daniel, es war schoen dich kennengelernt zu haben, Angola ist nicht aus der Welt, im Gegenteil :-) Siggi, Mecky und Thorsten sind ebenfalls schon back in Germany! Liebe Gruesse aus Takoradi und sicherlich bis bald! Felix, Caldo, Bernd und Mark treffen wir sicherlich nochmals beim Endspiel. Den Konstanzern und Fuerthern/Nuernbergern ebenfalls ein froehliches Hallo und liebe Gruesse!
So, Ghana hat gerade ausgeglichen! Schoen, die Volonteere drehen im leeren Stadion gerade voellig am Rad!
Bis morgen, alles Liebe
Buerte und Hardy (Sorry, the Englich version comes tomorrow, or the day after tomorrow...)