Sonntag, 3. Februar 2008

Zurueck in Takoradi

Sorry...also das ist die Sicht von unserem morgendlichen Fruehstuecksplatz...die Auswahl am Strand war ja schon schwer bei so einem Andrang :-)

Sicht in die andere Richtung von morgendlichen Fruehstuecksplatz...die Lehmhuette war unsere!!!
Blick von Fruehstuecksplatz in die andere Richtung des Strandes...


Hallo ihr Lieben in der Ferne,
frisch gebraeunt und tatsaechlich mal erholt, sind wir gerade wieder in Takoradi angekommen, wo wir heute das Viertelfinale Cote d'Ivoire-Guinea sehen werden. Allez Didier!!
Unser Aufenthalt in Busua hat in vielerlei Hinsicht Einblicke gegeben. Einblicke in das wirkliche afrikanische Leben und Einblicke in unser ICH, das wir schon so lange gesucht haben. Ein Ort, an dem man wirklich mal anhalten konnte. Deshalb haben wir uns auch entschlossen gleich eine Woche dort zu verweilen und uns nur uns, unserem wohlergehen und unseren Buechern a la Hesse und Theroux zu widmen.
Uns geht es relativ gut, wobei man das haeufig auch vom momentanen Zustand ausmachen kann. Waehrend man morgens aufwacht und nach dem Fruehstueck das Gefuehl hat "Boh ey, ist das toll und geil hier", kann man zehn Minuten spaeter eine ganz andere Stimmung haben. Eher nach dem Motto:" Ich will auf der Stelle nach Hause und halte es hier keine Sekunde mehr aus". Es ist wirklich spannend mit diesen so schnell wechselnden Gefuehlen umzugehen und sie auch irgendwie auszuleben. Wo man morgens sicher ist, wird man nachmittags ueber den Tisch gezogen (das ist voellig wertfrei zu sehen!) und wo das Essen lecker war, ist es am anderen Tag ungeniessbar. Gerade jetzt in diesem Moment finde ich das Abenteuer Ghana mal wieder voellig ueberwaeltigend schoen!
Busua war wie gesagt wirklich eine echte Entdeckung. Ca. 20 Kilometer westlich von Takoradi haben wir in einem regelrechten Tourismusort geweilt. Es gab eine ghanaische Kneipe mit dem Namen "Zweite Heimat", die vom Einheimischen Nana gefuehrt wird und gleichzeitig das Tourismus-Buero darstellt. Es gibt ein wirkliches Nobelhotel, wo das Zimmer 200$ kostet, ein franzoesisches Restaurant, dass in all dem ruhigen Leben sehr hektisch wirkt und es gibt das Alaska-Beach, in dem wir residiert haben. Das Meer war klar, die letzten Tage ein wenig rauh, aber immer warm wie die heimische Badewanne :-)
Ein echtes Problem in dem Ort ist das Kleingeld. Muss man beispielsweise fuer sein Fruehstueck 8 Cedis bezahlen, kann die Wirtin einen 10-Cedi-Sxchein nicht wechseln und auch beim ansaessigen Wasserverkaufer bekommt man kein Wechselgeld. Da ist es dann so, dass man eigentlich Tage lang seinem Wechselgeld hinterherrennt. Eigentlich bekommt man dann vom ganzen Ort irgendwie noch den einen oder anderen Cedis und hat selbst bald keinen Ueberblick mehr.
Gerade in diesem Moment sind wir im Stadion von Sekondi. Auf der Grossbildleinwand laeuft die erste Halbzeit des Ghana-Matches...Nigeria hat gerade den Elfmeter bekommen. Der Schiedsrichter dieser Partie sass im Flugzeug uebrigens vor uns...

Das Pressezentrum ist mal wieder eine grosse Improvisation. Zweimal ist der rechner gerade ausgefallen, was mir ein wenig die Lust genommen hat am Schreiben. Morgen frueh um halb vier geht es mit dem Bus nach Kumasi, wo wir morgen Abend auch noch ein Viertelfinale sehen werden. Von da aus dann mehr!

An dieser Stelle einmal liebe Gruesse an alle, die bislang unseren Weg gekreuzt haben! Daniel, es war schoen dich kennengelernt zu haben, Angola ist nicht aus der Welt, im Gegenteil :-) Siggi, Mecky und Thorsten sind ebenfalls schon back in Germany! Liebe Gruesse aus Takoradi und sicherlich bis bald! Felix, Caldo, Bernd und Mark treffen wir sicherlich nochmals beim Endspiel. Den Konstanzern und Fuerthern/Nuernbergern ebenfalls ein froehliches Hallo und liebe Gruesse!

So, Ghana hat gerade ausgeglichen! Schoen, die Volonteere drehen im leeren Stadion gerade voellig am Rad!

Bis morgen, alles Liebe

Buerte und Hardy (Sorry, the Englich version comes tomorrow, or the day after tomorrow...)