Hallo ihr Lieben
Ich weiß gar nicht mehr, wann ich euch das letzte Mal berichtet habe…aus Italien? Mir ist jegliches Zeitgefühl abhanden gekommen. Ich denke lediglich von Tag zu Tag, von Ziel zu Ziel. Selbst die Anzahl der Etappe ist mit irgendwie entfallen.
Sonntag bin ich in Paris, das weiß ich!
Meine Güte Paris…dazu später mehr!
Im Moment bin ich erstmal in ähhh…Thiers. Ein kleiner Ort kurz vor Clermont-Ferrand. Damit also zurück in der Auvergne, kaum zu glauben. Vor noch nicht mal drei Wochen bin ich hier schon mal fast langgefahren und da war ich total gespannt, wie es ist, wenn ich auf dem Rückweg wieder hier vorbei komme. Nun ist es also soweit, und ich bin auf dem Rückweg. Glauben kann ich es allerdings selbst noch nicht richtig. Wo ich vor meiner Abreise schon ziemlich Respekt vor hatte, nämlich nach Paris zu fahren mit dem Auto, da bin ich nun voller Vorfreude! Wenn man in den letzten Wochen etwas gelernt hat, dann ist das Autofahren J…ich hab mich also an die Hauptstadt angetastet, und werde mir das nun auf keinen Fall nehmen lassen, mit unserer Beule (Auto) zur Champs-Elysée zu fahren. Die Presseparkplätze liegen nämlich genau da. Ich will auf jeden Fall das Feeling mitnehmen, wenn halb Paris auf den Beinen ist, um die Helden zu empfangen. Außerdem gehe ich davon aus, dass Bernhard Kohl das Bergtrikot behält, den Moment will ich ebenfalls erleben.
Gestern und heute durfte ich ganz Fan sein J. Gestern stand ich unterhalb von Alpe d’Huez und habe mir das Treiben in Bourg d’Oisans angeguckt. Unglaublich, diese Menschenmassen. Das muss man wirklich erleben, das kann man nicht beschreiben!
Ich habe ordentlich abgesahnt bei der Werbekarawane. Zudem habe ich eine heiße leckere Pizza gegessen! Endlich mal was vernünftiges…
Mittlerweile ist der nächste Morgen, mein Müsli steht neben mir und gleich werde ich nach Montlucon fahren, um dort heute im Ziel zu sein. Die Hitze hat mich gestern so geschlaucht, ich war außerdem 300 Kilometer gefahren, so dass ich um zehn Uhr bereits halbtot im Schlafsack lag. Heute Nacht hat es dann geregnet. Jetzt ist es bedeckt und es geht ein kleines Lüftchen. Gestern stand ich ja den halben Tag an der Verpflegungsstation und habe die beiden Milram-Masseure bei der Arbeit beobachtet. War sehr spannend. Die Story müsste auch heute noch beim ZDF zu sehen sein.Waren sehr nett die Beiden, aber halt typische Italiener J
Heute wird Kohli wohl sein Bergtrikot sicher haben. Ich kann es gar nicht glauben!
Morgen besuche ich nochmal den Start in Cerilly. Wird ja schon noch spannend morgen! Cadel Evans ist hier übrigens der Einzige, der sich wirklich abschottet. Ich habe ihn zwar schon einige Male gesehen, aber er ist total scheu. Also ich persönlich wurde mich über Schleck (aber der wird es wohl nicht mehr schaffen) oder Sastre eher freuen.
Was hier an Australischen Besuchern rumläuft ist kaum zu glauben. Das ist ein wenig wie zur Armstring-Ära…
Außerdem möchte ich morgen ein letztes Mal ins Village gehen. Vielleicht sehe ich Bernard Hinault nochmal, und kann mir mein T-Shirt signieren lassen. Der Kaffeetante Tschüss sagen, ebenso dem Zeitnehmer, der an den anderen Tagen Chauffeur eines „Offiziellen“ Wagens ist.
Die Teams sind dann morgen Abend alle in Orleans untergebracht. Wer übrigens die romantische Vorstellung hat, dass sie jeden Abend in so tolle Unterkünfte kommen, der liegt komplett daneben. Die örtlichen IBIS-Bunker sind alltägliches Domizil. Manchmal auch das Mercure/Campanile. Aber besser wird es dann nicht mehr…Da kommst du also Nach gut 200 gefahrenden Kilometern in so einen Pappmaché-Bunker (O-Ton Robert Förster), teilst dir das ohnehin sehr enge Zimmer mit einem Kollegen und abends geht’s dann ans hauseigene Buffet…Da diese Hotels eigentlich immer an Autobahnen oder so liegen, ist es außerdem auch nicht wirklich ruhig. Die Parkplätze sind eng und meistens teilen sich diese mehrere Teams. Abends sieht man dann die Busfahrer und Techniker dort rumwirbeln.
Ist schon ein echt hartes Leben! Für einen Etappensieg bekommt man 8.000 Euro! Dieser wird dann im gesamten Team aufgeteilt (also auch Techniker etc.). Bei einem gesamten Team von um 20 Leuten kann man sich dann den Verdienst ausrechnen. Manch einer von uns würde dafür nicht zur Arbeit gehen. Ich freue mich, dass das Team Gerolsteiner in diesem Jahr auch endlich mal ein wenig Kohle scheffelt! Auf der Tour de France wird man nicht reich, zumindest nicht die Fahrer, eher andere.
So ihr Lieben. Eine wirklich tolle und spannende Tour neigt sich dem Ende entgegen…Am Dienstag werde ich bei Hardy und Irene sein, kaum zu glauben. Auf ne Art kommt es mir vor, als wenn ich grad erst weg bin. Das wird sicherlich ganz komisch sein, wieder zu Hause zu sein. Ich führe ja jetzt sowas wie ein Vagabundenleben J
Ich freue mich aber ganz dolle auf die beiden Pappnasen! Auf den Garten, das Häuschen und und und (und ne leckere Lasagne…)
So, vor Ende meiner Reise hört ihr noch von mir. Sorry, dass es mit den Bildern nicht geklappt hat. Vielleicht drehe ich bei der Einfahrt nach Paris einen kleinen Film. Das wird ein Erlebnis, das werde ich nicht mehr vergessen in meinem Leben! Und ich werde bestimmt heulen!
Parken tue ich direkt neben der Champs-Elysée….mitten drin also.
Also ihr Lieben! Bis bald
Bürte
Freitag, 25. Juli 2008
Montag, 21. Juli 2008
Viva Italia
Hallo Ihr Lieben in der Kühle!
Gerne würde ich euch ein wenig von der Hitze abgeben, die hier bei mir herrscht...kaum auszuhalten! Nun ist es auch gleich weider bedeckt und daher schwül.
Nun also Italien! Kaum zu glauben, das ausgerechnet ich bei dieser Tour live dabei bin. Während meine Jungs vom geroslteiner Team hier alles abräumen und die Fachwelt überraschen. Die heutige Pressekonferenz wurde von so vielen Journalisten und Kamerateams besucht, wie nie zuvor. Das war auch für das Team und die Verantwortlich eine echte Herausforderung.
Aber ich bin wirklich stolz, jetzt ganz nah bei denen zu sein.
Die Stimmung im Team ist absolut super. Ich hoffe nur, dass sie auch in dre Heimat gebührend Annerkennung bekommen. Wenn ich die Fragen bei den Pressekonferenzen und beim Zieleinlauf höre, dann wird mir echt anders. Anstatt das Geleistete anzuerkennen wird immer noch mehr verlangt.
Schön, dass die Jungs alle über eine ausgeprägte Persönlichkeit verfügen, so dass sie die Medeinvetreter regelmäßig auflaufen lassen. Ich könnte mich dann wirklich vor Lachen wegschmeißen.
Gerolsteiner sei es wirklich gegönnt. Als ich Hans-Michael Holczer heute gesehen habe. Der ist wirklich wie ein Kind. Voller Freude und Energie und gleichzeitig auch total traurig und emotional, weil es vielleicht die letzte Tour in dieser Formation ist.
Gestern war ein höllischer Tag...Nie wieder Prato Nevoso...Ich brauchte mit dem Auto über eine Stunde em den letzten Kilometer zu erklimmen. Drei Italiener versuchten den Berg abzuriegeln und zudem tausend Pressevertreter einzuwinken. Chaos pur...
Auf den Rückweg möchte ich nicht angesprochen werden. Nur soviel, über drei Stunden!!!!
Alpe d'Huez werde ich nicht hochfahren. Ich bleibe brav unten an den Teambussen...
Echt super ist der zwischenmenschliche Kontakt. Mittlerweile kenne ich Menschen aus allen Teams, man sieht sich ja täglich wieder. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich im Ziel meistens beim Gerolsteinerbus rumlungere und Essen und Trinken schnorre. Die nächste Nacht sogar auch noch Strom :-)
Ich hatte gestern absolut Probleme eine Unterkunft zu finden, und das nach dem Tag. Da habe ich mir ausnahmsweise ein Hotelzimmer geleistet. Heute darf ich nun mit Holczers Einverständnis neben dem teambus parken und dort übernachten :-)
Außerdem hat Stefan Schumacher heute Geburtstag.
Auf der Pressekonferenz fühlte ich mich nicht mehr so fremd wie bei der Ersten in Pau. Frau Holczer war auch da und hat sich nochmal für die Schokolade im letzten Jahr bedankt. Meine O-Töne sammle ich zudem eifrig.
Ja, morgen führt mich mein Weg nun wieder nach Frankreich, irgendwo in die Nähe von Alpe d'Huez. Male sehen wie weit ich es schaffe zu fahren.
Tja, und dann bin ich wahrhaftig bald in Paris. Schön wäre es, wenn ihr alle dort stehen könntet und mich begrüßen würdet :-)
Ich weiß Heidrun, du wartest immer noch auf Bilder...ich auch! Nein im Ernst, ich habe eine tolle Bildergalerieidee, aber ich bin abends immer so spät irgendwo...
Aber ich habe das noch im Kopf!
So ihr Lieben, schicke euch alles Liebe aus irgendwo bei Cuneo!!!
Bis bald
Bürte
Gerne würde ich euch ein wenig von der Hitze abgeben, die hier bei mir herrscht...kaum auszuhalten! Nun ist es auch gleich weider bedeckt und daher schwül.
Nun also Italien! Kaum zu glauben, das ausgerechnet ich bei dieser Tour live dabei bin. Während meine Jungs vom geroslteiner Team hier alles abräumen und die Fachwelt überraschen. Die heutige Pressekonferenz wurde von so vielen Journalisten und Kamerateams besucht, wie nie zuvor. Das war auch für das Team und die Verantwortlich eine echte Herausforderung.
Aber ich bin wirklich stolz, jetzt ganz nah bei denen zu sein.
Die Stimmung im Team ist absolut super. Ich hoffe nur, dass sie auch in dre Heimat gebührend Annerkennung bekommen. Wenn ich die Fragen bei den Pressekonferenzen und beim Zieleinlauf höre, dann wird mir echt anders. Anstatt das Geleistete anzuerkennen wird immer noch mehr verlangt.
Schön, dass die Jungs alle über eine ausgeprägte Persönlichkeit verfügen, so dass sie die Medeinvetreter regelmäßig auflaufen lassen. Ich könnte mich dann wirklich vor Lachen wegschmeißen.
Gerolsteiner sei es wirklich gegönnt. Als ich Hans-Michael Holczer heute gesehen habe. Der ist wirklich wie ein Kind. Voller Freude und Energie und gleichzeitig auch total traurig und emotional, weil es vielleicht die letzte Tour in dieser Formation ist.
Gestern war ein höllischer Tag...Nie wieder Prato Nevoso...Ich brauchte mit dem Auto über eine Stunde em den letzten Kilometer zu erklimmen. Drei Italiener versuchten den Berg abzuriegeln und zudem tausend Pressevertreter einzuwinken. Chaos pur...
Auf den Rückweg möchte ich nicht angesprochen werden. Nur soviel, über drei Stunden!!!!
Alpe d'Huez werde ich nicht hochfahren. Ich bleibe brav unten an den Teambussen...
Echt super ist der zwischenmenschliche Kontakt. Mittlerweile kenne ich Menschen aus allen Teams, man sieht sich ja täglich wieder. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich im Ziel meistens beim Gerolsteinerbus rumlungere und Essen und Trinken schnorre. Die nächste Nacht sogar auch noch Strom :-)
Ich hatte gestern absolut Probleme eine Unterkunft zu finden, und das nach dem Tag. Da habe ich mir ausnahmsweise ein Hotelzimmer geleistet. Heute darf ich nun mit Holczers Einverständnis neben dem teambus parken und dort übernachten :-)
Außerdem hat Stefan Schumacher heute Geburtstag.
Auf der Pressekonferenz fühlte ich mich nicht mehr so fremd wie bei der Ersten in Pau. Frau Holczer war auch da und hat sich nochmal für die Schokolade im letzten Jahr bedankt. Meine O-Töne sammle ich zudem eifrig.
Ja, morgen führt mich mein Weg nun wieder nach Frankreich, irgendwo in die Nähe von Alpe d'Huez. Male sehen wie weit ich es schaffe zu fahren.
Tja, und dann bin ich wahrhaftig bald in Paris. Schön wäre es, wenn ihr alle dort stehen könntet und mich begrüßen würdet :-)
Ich weiß Heidrun, du wartest immer noch auf Bilder...ich auch! Nein im Ernst, ich habe eine tolle Bildergalerieidee, aber ich bin abends immer so spät irgendwo...
Aber ich habe das noch im Kopf!
So ihr Lieben, schicke euch alles Liebe aus irgendwo bei Cuneo!!!
Bis bald
Bürte
Sonntag, 20. Juli 2008
Bonjour aus Nîmes
Bernard!
Christian Prudhomme
ZDF-Truck im Village
Robert "Frösi" Förster
Unser Bergkönig!

Christian Prudhomme

ZDF-Truck im Village

Robert "Frösi" Förster

Unser Bergkönig!

Hallo ihr Lieben,
also, meinem Rücken geht’s besser. Die Tabletten haben gut geholfen, vor allem, weil man sich dann nicht mehr so verkrampft hat.
Ich bin nun in Nîmes, wo ich heute im Ziel war und morgen früh das Village besuchen werde. Außerdem war ich im Ziel in Narbonne sowie in Foix. Wenn man soviele Etappen mitgemacht hat, dann versteht man zudem langsam die ganze große Maschinerie. Das beispielsweise immer dieselben Ordner im Ziel Dienst tun, darüber habe ich mir nie Gedanken gemacht. Ebenso sieht es mit den Verkäufern an den Buffets oder Merchandisingständen aus. Da sagt man nach all der Zeit schon immer fröhlich „Bonjour“, oder kommt sogar mit dem einen oder anderen ins Gespräch.
Heute Morgen bin ich dann um vier aufgestanden um den Aufbau der Medientrucks/Zieleinlaufs anzugucken und daraus eine Bildergalerie zu erstellen. Das war wirklich spannend. Man macht sich keine Gedanken darum, welch Organisationsaufwand dieses Spektakel ist. Und noch weniger ist es zu fassen, dass es irgendwie nur ein ganz paar Menschen sind, die dieses leiten und beaufsichtigen.
Ebenso war ich da heute die Attraktion und die Jungs waren glaube ich schon ziemlich stolz, dass ich jetzt da bin, sie fotografiere und beobachte. Ala ich dann heute Nachmittag am finish vorbei gegangen bin, da haben immer noch dieselben Ordner gearbeitet und auch aus der „Zone Technique“ haben mich viele wiedererkannt. Da fühle ich mich schon wirklich wohl mitten drin.
Das ist auch das Besondere an der Tour. Die Menschen, die wirklich auf der Straße arbeiten, sind eine echt große Familie. Reporter und Moderatoren sind in ihrer eigenen Welt. Sie kommen auch irgendwie gar nicht raus. Ich bin zumindest wirklich froh, dass ich auf der anderen Seite stehe, das ist auch genau meine Welt!
So, mittlerweil ist ein Tag vergangen und ich sitze mitten in den Alpen. Es ist bald vorbei…in einer Woche um genau zu sagen. Das stimmt schon ein wenig traurig. Ich habe mich daran gewöhnt in diesem ganz anderen Rhythmus drin zu sein. Früh aufstehen, schnell ein Kaffee, los, Geschichte suchen, ins Ziel, Campings suchen, Geschichte schreiben, duschen, essen, schlafen. Was meine Stimmung eindeutig gebessert hat, ist, dass ich immer mal irgendwo bin. Entweder am Start oder am Ziel. Da habe ich schon da Gefühl, das ich bei der Tour bin.
Heute habe ich meinen Star getroffen!!!
Bernard Hinault…der Dachs aus der Bretagne, der letzte französische 5-fach-Sieger, der jetzige Bauer. Wahrhaftig stand er vor mir und ich habe mir ein Autogramm geholt und ganz viele Bilder gemacht. Bernard Thévenet, der auch in der Nähe stand, tat mir richtig leid, weil ich ihn nicht wirklich beachtet habe… Aber Bernard Hinault ist schon klasse (ähh, falls jemand ein Foto von ihm brauchen sollte … J)
Und ich habe heute schöne Bilder von Seppl Lang im Bergtrikot gemacht. Der junge ist völlig stolz und das zu Recht! Was ein Erfolg für die Mannschaft.
Morgen fahre ich nach Italien! Nach Prato Nevoso. Mein Lager schlage ich dann irgendwo bei Cuneo auf, damit ich am Ruhetag wieder mal zum Pressegespräch gehen kann. Dann kommt noch Alpe d’Huez und dann ist es auch schon fast vorbei…
So, ein kurzer Bericht…sorry, aber meine Isomatte ruft!
Alles Liebe
Bürte
P.S: Die Bilder von mir habe ich nicht vergessen…
also, meinem Rücken geht’s besser. Die Tabletten haben gut geholfen, vor allem, weil man sich dann nicht mehr so verkrampft hat.
Ich bin nun in Nîmes, wo ich heute im Ziel war und morgen früh das Village besuchen werde. Außerdem war ich im Ziel in Narbonne sowie in Foix. Wenn man soviele Etappen mitgemacht hat, dann versteht man zudem langsam die ganze große Maschinerie. Das beispielsweise immer dieselben Ordner im Ziel Dienst tun, darüber habe ich mir nie Gedanken gemacht. Ebenso sieht es mit den Verkäufern an den Buffets oder Merchandisingständen aus. Da sagt man nach all der Zeit schon immer fröhlich „Bonjour“, oder kommt sogar mit dem einen oder anderen ins Gespräch.
Heute Morgen bin ich dann um vier aufgestanden um den Aufbau der Medientrucks/Zieleinlaufs anzugucken und daraus eine Bildergalerie zu erstellen. Das war wirklich spannend. Man macht sich keine Gedanken darum, welch Organisationsaufwand dieses Spektakel ist. Und noch weniger ist es zu fassen, dass es irgendwie nur ein ganz paar Menschen sind, die dieses leiten und beaufsichtigen.
Ebenso war ich da heute die Attraktion und die Jungs waren glaube ich schon ziemlich stolz, dass ich jetzt da bin, sie fotografiere und beobachte. Ala ich dann heute Nachmittag am finish vorbei gegangen bin, da haben immer noch dieselben Ordner gearbeitet und auch aus der „Zone Technique“ haben mich viele wiedererkannt. Da fühle ich mich schon wirklich wohl mitten drin.
Das ist auch das Besondere an der Tour. Die Menschen, die wirklich auf der Straße arbeiten, sind eine echt große Familie. Reporter und Moderatoren sind in ihrer eigenen Welt. Sie kommen auch irgendwie gar nicht raus. Ich bin zumindest wirklich froh, dass ich auf der anderen Seite stehe, das ist auch genau meine Welt!
So, mittlerweil ist ein Tag vergangen und ich sitze mitten in den Alpen. Es ist bald vorbei…in einer Woche um genau zu sagen. Das stimmt schon ein wenig traurig. Ich habe mich daran gewöhnt in diesem ganz anderen Rhythmus drin zu sein. Früh aufstehen, schnell ein Kaffee, los, Geschichte suchen, ins Ziel, Campings suchen, Geschichte schreiben, duschen, essen, schlafen. Was meine Stimmung eindeutig gebessert hat, ist, dass ich immer mal irgendwo bin. Entweder am Start oder am Ziel. Da habe ich schon da Gefühl, das ich bei der Tour bin.
Heute habe ich meinen Star getroffen!!!
Bernard Hinault…der Dachs aus der Bretagne, der letzte französische 5-fach-Sieger, der jetzige Bauer. Wahrhaftig stand er vor mir und ich habe mir ein Autogramm geholt und ganz viele Bilder gemacht. Bernard Thévenet, der auch in der Nähe stand, tat mir richtig leid, weil ich ihn nicht wirklich beachtet habe… Aber Bernard Hinault ist schon klasse (ähh, falls jemand ein Foto von ihm brauchen sollte … J)
Und ich habe heute schöne Bilder von Seppl Lang im Bergtrikot gemacht. Der junge ist völlig stolz und das zu Recht! Was ein Erfolg für die Mannschaft.
Morgen fahre ich nach Italien! Nach Prato Nevoso. Mein Lager schlage ich dann irgendwo bei Cuneo auf, damit ich am Ruhetag wieder mal zum Pressegespräch gehen kann. Dann kommt noch Alpe d’Huez und dann ist es auch schon fast vorbei…
So, ein kurzer Bericht…sorry, aber meine Isomatte ruft!
Alles Liebe
Bürte
P.S: Die Bilder von mir habe ich nicht vergessen…
Mittwoch, 16. Juli 2008
Danke Gerolsteiner!
Hallo ihr Lieben!
Tja, nun also doch Pau… Die Stadt, die in Frankreich am wenigsten ausgeschildert ist… Aber ich habe einen Campingplatz gefunden. Idyllisch zwischen Autobahn und Bundesstraße ist es hier so laut, dass man kaum telefonieren kann, von schlafen ganz zu schweigen.
Leider bin ich heute Morgen so spät angekommen, dass ich nicht mehr zum Start konnte. Zudem habe ich mir ganz blöd den Rücken gezerrt…I’m getting older… Nein im Ernst. Als ich mein Fahrrad ins Auto heben wollte zerrte es im Rücken. Und trotz Wärmflasche ist es noch immer nicht besser. Ich hatte noch nie irgendwas am Rücken!
Aber ich bekomme noch Salbe! Zum Glück ist das Team der Gerolsteiner Mannschaft in unmittelbarer Nähe, und da konnte ich medizinische Hilfe schnorren. Gott sei Dank. Da kann ich mir den Weg zum Arzt sparen!
Mittlerweile habe ich wohl mehr oder weniger meine Mitte hier gefunden. Ich knüpfe jeden Tag mehr Kontakte, und fühle mich in der großen Familie sehr wohl. Obwohl hier hunderte an Journalisten rumlaufen, so trifft man doch immer wieder dieselben Nasen.
Heute habe ich ein Interview mit Hennes Roth gemacht. Er ist seit über 30 Jahren Radsportfotograf und ich kenne ihn noch vom Reiseführer her. Ein sehr lieber Mann, dem es Spaß macht zuzuhören. Das Interview wird wohl morgen im auf der ZDF-Homepage zu sehen sein. Nächste Woche muss ich einmal richtig früh raus, da ich dann den Aufbau der Medientrucks mitten in der Nacht beobachten werde. Die werden nach der Etappe am Ziel abgebaut, um dann mitten in der Nacht im anderen Ziel wieder aufgebaut zu werden. Eine wirklich riesige Organisation. Wenn die Etappe in Narbonne ist, habe ich mir zudem vorgenommen auf einen Touristencamping zu gehen, um wenigstens einmal auf dieser Reise ins Mittelmeer zu hüpfen. Mal sehen, ob es klappt! Dann geht es in die Alpen und dann schon fast nach Paris…ich glaube auf der Chmaps-Elysées werde ich heulen!
So stressig und hektisch alles ist, so schade ist es auch, dass ja irgendwann alles zu Ende ist. Jetzt, wo man sich kennt und nicht mehr ganz so alleine fühlt.
So, nun darf ich gleich noch drei Hammertabletten nehmen, die mir ein Arzt eines Teams gegeben hat…Schmerzen sind aber besser und ich werde sicherlich gut schlafen dann.
Liebe Grüße!
Bürte
Tja, nun also doch Pau… Die Stadt, die in Frankreich am wenigsten ausgeschildert ist… Aber ich habe einen Campingplatz gefunden. Idyllisch zwischen Autobahn und Bundesstraße ist es hier so laut, dass man kaum telefonieren kann, von schlafen ganz zu schweigen.
Leider bin ich heute Morgen so spät angekommen, dass ich nicht mehr zum Start konnte. Zudem habe ich mir ganz blöd den Rücken gezerrt…I’m getting older… Nein im Ernst. Als ich mein Fahrrad ins Auto heben wollte zerrte es im Rücken. Und trotz Wärmflasche ist es noch immer nicht besser. Ich hatte noch nie irgendwas am Rücken!
Aber ich bekomme noch Salbe! Zum Glück ist das Team der Gerolsteiner Mannschaft in unmittelbarer Nähe, und da konnte ich medizinische Hilfe schnorren. Gott sei Dank. Da kann ich mir den Weg zum Arzt sparen!
Mittlerweile habe ich wohl mehr oder weniger meine Mitte hier gefunden. Ich knüpfe jeden Tag mehr Kontakte, und fühle mich in der großen Familie sehr wohl. Obwohl hier hunderte an Journalisten rumlaufen, so trifft man doch immer wieder dieselben Nasen.
Heute habe ich ein Interview mit Hennes Roth gemacht. Er ist seit über 30 Jahren Radsportfotograf und ich kenne ihn noch vom Reiseführer her. Ein sehr lieber Mann, dem es Spaß macht zuzuhören. Das Interview wird wohl morgen im auf der ZDF-Homepage zu sehen sein. Nächste Woche muss ich einmal richtig früh raus, da ich dann den Aufbau der Medientrucks mitten in der Nacht beobachten werde. Die werden nach der Etappe am Ziel abgebaut, um dann mitten in der Nacht im anderen Ziel wieder aufgebaut zu werden. Eine wirklich riesige Organisation. Wenn die Etappe in Narbonne ist, habe ich mir zudem vorgenommen auf einen Touristencamping zu gehen, um wenigstens einmal auf dieser Reise ins Mittelmeer zu hüpfen. Mal sehen, ob es klappt! Dann geht es in die Alpen und dann schon fast nach Paris…ich glaube auf der Chmaps-Elysées werde ich heulen!
So stressig und hektisch alles ist, so schade ist es auch, dass ja irgendwann alles zu Ende ist. Jetzt, wo man sich kennt und nicht mehr ganz so alleine fühlt.
So, nun darf ich gleich noch drei Hammertabletten nehmen, die mir ein Arzt eines Teams gegeben hat…Schmerzen sind aber besser und ich werde sicherlich gut schlafen dann.
Liebe Grüße!
Bürte
Sonntag, 13. Juli 2008
Endlich mal wieder Tour live!!
Halli Ihr Lieben,
ja, das war doch mal wieder ein netter Tag heute! Endlich mal wieder Tourfeeling geschnuppert und beinahe hätte Gerolsteiners Seppl Lang auch noch das Bergtrikot geholt. Unglaublich! Ich war eine Stunde vor Zieleinlauf am Gerolsteiner Bus. Das war sehr nett, denn durhc meine blonden Haare haben mich gleich alle wieder erkannt.
Außerdem habe ich auch Hennes Roth wiedergetroffen, mit dem ich in den nächsten Tagen wohl mal ein Interview mache. Bilder habe ich schon nette gemacht von ihm.
Da wo die Fahrer zu ihren Teambussen fahren, bekommen sie ordentlich Respekt gezollt. Es wird applaudiert oder gerufen "Super gemacht". Viele Fahrer scheinen das nicht aufzunehmen, aber andere bedanken sich und sind ganz dolle glücklich darüber. Das hat irgendwie wirkliches Tourfeeling. Dort zu stehen und sogar dem Letzten noch mit großen Applaus zu empfangen, ist eine tolle Art, den Respekt zu erweisen. Ich war mittendrin, und jeder der mich kennt, der weiß, dass ich da ausgiebig mitgemacht habe!
Morgen wird es mich in Richtung Pau verschlagen, wo ich in Mourenx dem Velodrome Eddy
erckx ein Besuch abstatten werde. Danach führt mich mein Weg wohl ans Mittelmeer und damit auch wieder gen Norden. Die Hälfte meiner Zeit ist nun bald um, und ich denke, das die restlichen Tage ganz schnell umgehen werden.
Herr Grüne braucht zudem wohl Hilfe mit der aktiven Katze Irene ;-)
An solchen tagen wie heute nimmt man soviel auf, dass mir der Kopf richtig schwirrt. Dennoch mag ich das ja!
Gegessen habe ich heute auch brav. Dankeschön an den Gerolsteiner Busfahrer Andreas, der mich heute mit Speis und Trank versorgt hat!
OK liebe Leute. Damit endet wohl auch mein freies W-Lan. Mal sehen, was die nächsten Tage so kommt...Ach ja, Bilder von mir wurden gewünscht, wartet es ab, ich hab mir da was ganz Tolles ausgedacht ;-)
Schlaft schön und seid lieb gegrüßt!
Bürte
ja, das war doch mal wieder ein netter Tag heute! Endlich mal wieder Tourfeeling geschnuppert und beinahe hätte Gerolsteiners Seppl Lang auch noch das Bergtrikot geholt. Unglaublich! Ich war eine Stunde vor Zieleinlauf am Gerolsteiner Bus. Das war sehr nett, denn durhc meine blonden Haare haben mich gleich alle wieder erkannt.
Außerdem habe ich auch Hennes Roth wiedergetroffen, mit dem ich in den nächsten Tagen wohl mal ein Interview mache. Bilder habe ich schon nette gemacht von ihm.
Da wo die Fahrer zu ihren Teambussen fahren, bekommen sie ordentlich Respekt gezollt. Es wird applaudiert oder gerufen "Super gemacht". Viele Fahrer scheinen das nicht aufzunehmen, aber andere bedanken sich und sind ganz dolle glücklich darüber. Das hat irgendwie wirkliches Tourfeeling. Dort zu stehen und sogar dem Letzten noch mit großen Applaus zu empfangen, ist eine tolle Art, den Respekt zu erweisen. Ich war mittendrin, und jeder der mich kennt, der weiß, dass ich da ausgiebig mitgemacht habe!
Morgen wird es mich in Richtung Pau verschlagen, wo ich in Mourenx dem Velodrome Eddy
erckx ein Besuch abstatten werde. Danach führt mich mein Weg wohl ans Mittelmeer und damit auch wieder gen Norden. Die Hälfte meiner Zeit ist nun bald um, und ich denke, das die restlichen Tage ganz schnell umgehen werden.
Herr Grüne braucht zudem wohl Hilfe mit der aktiven Katze Irene ;-)
An solchen tagen wie heute nimmt man soviel auf, dass mir der Kopf richtig schwirrt. Dennoch mag ich das ja!
Gegessen habe ich heute auch brav. Dankeschön an den Gerolsteiner Busfahrer Andreas, der mich heute mit Speis und Trank versorgt hat!
OK liebe Leute. Damit endet wohl auch mein freies W-Lan. Mal sehen, was die nächsten Tage so kommt...Ach ja, Bilder von mir wurden gewünscht, wartet es ab, ich hab mir da was ganz Tolles ausgedacht ;-)
Schlaft schön und seid lieb gegrüßt!
Bürte
Samstag, 12. Juli 2008
Grüße aus Bagneres-de-Bigorre
Hallo ihr Lieben
mein Gott, was ein Sauwetter!! Bin heute vormittag über den Col d'Aspin gefahren. Man konnte kaum 50 Meter weit gucken, es hat geregnet und war richtig arschkalt. Die armen Leutchen, die dort schon auf den Tourtross warten. Das sind zudem nicht wenige, jedes Stückchen, auf dem man Parken kann, ist auch schon zugeparkt. Eiegntlich wollte ich in Ste-Marie-de-Campan auf dem Campingplatz bleiben (sozusagen Campen in Campan...), habe mich dann aber entschlossen ins morgige Ziel zu fahren. Wie ich in meinem Reiseführer schon geschreiben habe: Ein Gesichts- und Geschichtsloses Städtchen...ja, dass ist es auch. Kann aber jetzt auch an dem wirklich doofen Wetter liegen, das man das so empfindet.
Ich bin früh hier angekommen und habe dann bestimmt eine Stunde gewartet, in der Hoffnung, dass der Regen wenigstens ein bisschen weniger werden würde. War nichts, also musste ich los. Internetcafe suchen.
Im Touristenbüro angekommen, bekam ich auch drei Adressen, wobei eine am Wochenende nicht auf hat. Gleichzeitig klingelte mein Telefon, und er zur Zeit verantwortliche Tourredakteur sagte mir, dass meine heutige Story nicht veröffentlich sei. Wegen Doping und so. Das war nun schon die zweite Geschichte, und das Geld fehlt mir am Ende. Das macht mich grad schon sehr böse. Haben sie mich hier runtergeschickt um exklusiv für sie zu arbeiten, dann schicken sie mich kreuz und quer, technisiche dinge funktionieren nicht wie abgesprochen (und zugesagt!) und dann kommen die Texte nicht rein. Ich selber darf nur brav zahlen...
Nun bin ich aber am südlichsten Punkt und es geht wieder gen Norden. Ich werde gucken, dass ich nun noch alles soweit mitnehme, fühle mich aber reichlich verarscht.
Naja, ich bin auf jeden Fall nach dem telefonat ziemlich stinkig gewesen und hab mich durch den Regen aufgemacht, den Champion (Supermarkt) zu finden, in dem ein Internetzugang sein sollte. Leider ging der nicht und ich musste wieder zurück in die Stadt um da für 10 Cent die Minute ins Internet zu gehen. Völlig durchnässt (ich meine wirklich nass!!) kam ich dann am Camping wieder an.
Als ich hier dann meinen Recvhner auspackte, erkannte er plötzlich eine drahtlose Internetverbindung! Supergeil!!! Bin hier neben Wohnhäusern und denke mal, dass eíner derjenigen W-Lan hat. Das habe ich nun auch ;-)
Deshalb kann ich nun auch mal die Texte direkt schreiben. Normalerweise schicke ich sie zu Hardy, der sie dann dankenswerter Weise für mich postet.
Tja, nun bin ich also online und das werde ich auch gleich ausnutzen und mir ganz viel im Internet angucken ;-)
Drücken wir unseren Jungs die Daumen, dass sich das wetter morgen ein wneig bessert und sie nicht nurch diese graue Brühe fahren müssen...
Alles Liebe
Bürte
P.S: Für die nächsten Tage habe ich meine Geschichten schon. Eine nicht veröffentlichte wird nun übermorgen erscheinen, da habe ich also für den Tag schon eine. Ich gucke wohl morgen noch den Zieleinlauf und mache mich dan auf Richtung Mittelmeer. In der Hoffnung, dass irgendwo der Regen aufhört.
mein Gott, was ein Sauwetter!! Bin heute vormittag über den Col d'Aspin gefahren. Man konnte kaum 50 Meter weit gucken, es hat geregnet und war richtig arschkalt. Die armen Leutchen, die dort schon auf den Tourtross warten. Das sind zudem nicht wenige, jedes Stückchen, auf dem man Parken kann, ist auch schon zugeparkt. Eiegntlich wollte ich in Ste-Marie-de-Campan auf dem Campingplatz bleiben (sozusagen Campen in Campan...), habe mich dann aber entschlossen ins morgige Ziel zu fahren. Wie ich in meinem Reiseführer schon geschreiben habe: Ein Gesichts- und Geschichtsloses Städtchen...ja, dass ist es auch. Kann aber jetzt auch an dem wirklich doofen Wetter liegen, das man das so empfindet.
Ich bin früh hier angekommen und habe dann bestimmt eine Stunde gewartet, in der Hoffnung, dass der Regen wenigstens ein bisschen weniger werden würde. War nichts, also musste ich los. Internetcafe suchen.
Im Touristenbüro angekommen, bekam ich auch drei Adressen, wobei eine am Wochenende nicht auf hat. Gleichzeitig klingelte mein Telefon, und er zur Zeit verantwortliche Tourredakteur sagte mir, dass meine heutige Story nicht veröffentlich sei. Wegen Doping und so. Das war nun schon die zweite Geschichte, und das Geld fehlt mir am Ende. Das macht mich grad schon sehr böse. Haben sie mich hier runtergeschickt um exklusiv für sie zu arbeiten, dann schicken sie mich kreuz und quer, technisiche dinge funktionieren nicht wie abgesprochen (und zugesagt!) und dann kommen die Texte nicht rein. Ich selber darf nur brav zahlen...
Nun bin ich aber am südlichsten Punkt und es geht wieder gen Norden. Ich werde gucken, dass ich nun noch alles soweit mitnehme, fühle mich aber reichlich verarscht.
Naja, ich bin auf jeden Fall nach dem telefonat ziemlich stinkig gewesen und hab mich durch den Regen aufgemacht, den Champion (Supermarkt) zu finden, in dem ein Internetzugang sein sollte. Leider ging der nicht und ich musste wieder zurück in die Stadt um da für 10 Cent die Minute ins Internet zu gehen. Völlig durchnässt (ich meine wirklich nass!!) kam ich dann am Camping wieder an.
Als ich hier dann meinen Recvhner auspackte, erkannte er plötzlich eine drahtlose Internetverbindung! Supergeil!!! Bin hier neben Wohnhäusern und denke mal, dass eíner derjenigen W-Lan hat. Das habe ich nun auch ;-)
Deshalb kann ich nun auch mal die Texte direkt schreiben. Normalerweise schicke ich sie zu Hardy, der sie dann dankenswerter Weise für mich postet.
Tja, nun bin ich also online und das werde ich auch gleich ausnutzen und mir ganz viel im Internet angucken ;-)
Drücken wir unseren Jungs die Daumen, dass sich das wetter morgen ein wneig bessert und sie nicht nurch diese graue Brühe fahren müssen...
Alles Liebe
Bürte
P.S: Für die nächsten Tage habe ich meine Geschichten schon. Eine nicht veröffentlichte wird nun übermorgen erscheinen, da habe ich also für den Tag schon eine. Ich gucke wohl morgen noch den Zieleinlauf und mache mich dan auf Richtung Mittelmeer. In der Hoffnung, dass irgendwo der Regen aufhört.
Voila, die Pyrenäen!
Hallo ihr Lieben!
Eben noch in Plumelec, nun schon in den Pyrenäen… Irgendwie gar nicht recht zu verarbeiten. Ja, sitze in St-Gaudens auf dem Campingplatz und morgen geht es wahrhaftig hinein ins Gebirge mit alle den mythischen Gipfeln.
Heute habe ich zudem den 3.000 Kilometer gefahren!! Durch diese ewige hin und her getuckel fahre ich viel mehr, als ich gedacht hatte. Mal sehen was am Ende unterm Strich da steht.
Nun habe ich auch ein wenig meinen Rhythmus gefunden und der ist reichlich unromantisch. Wer denkt, so eine Tour ist eine gemütliche Urlaubsfahrt, der irrt gewaltig. Morgens um sieben klingelt der Wecker (oder früher), schnell geduscht und ne Tasse Pulverkaffee gemacht. Nebenbei gucke ich mir meine Route aus und suche ein eventuelles Ziel, sprich Campingplatz. Dann geht’s auf die Straße. Irgendwo noch nen Croissant geholt und, falls möglich getankt. Ja, und dann fahre ich den kleinen netten gelben Schildern hinterher, die dem Fahrerfeld die Richtung anzeigen. Häufig lege ich 150 bis 400 Kilometer zurück, gucke vielleicht auch mal abseits der Strecke. Dann eine Geschichte gesucht, dafür muss ich manchmal auch mehrere Leute ansprechen. Nicht jeder ist ja gleich ganz interessant oder hat was interessantes zu erzählen. Vielleicht unterwegs noch schnell was einkaufen, ggf. wieder tanken, dann einen Campingplatz suchen. Da komme ich dann zwischen 16.00 und 18.00 Uhr an. Kaffee oder kaltes Panaché (Alster) trinken, dann Artikel schreiben. Täglich 3.500 Zeichen. Die bekommt Hardy dann noch mal geschickt, liest noch mal drüber, dann geht’s zum ZDF. Dann wird mal gekocht. Meistens melden die vom ZDF sich dann immer nochmal mit aberwitzigen Ideen (Bürte, kannst du nicht mal in xyz gucken, ob… ähhh, hallo, da war ich gestern, bin jetzt aber 300 Kilometer entfernt!...ja, aber könntest du nicht…nein, ich kann nicht!). Gestern rief der zuständige Redakteur nach halb elf an… Tja, und das ist mein Tag. Man sollte mich heute nicht fragen, wo ich gestern war, welcher Tag heute ist, oder gar welche Etappe. Ich weiß gar nichts. Wenn Hardy mich nicht täglich mit den Etappenergebnissen beliefern würde, würde ich rein nichts mitbekommen. Ich hoffe aber nun in den Pyrenäen mal einen Tag an der Strecke zu sein, und dann vielleicht in Hautacam im Ziel. Mal sehen. Ich habe noch nicht mal einen Roman gelsen. Wenn ich abends noch Zeit habe, dann recherchiere ich für mein Buch, oder schreibe dafür. Runterfahren geht auch gar nicht. Aber jetzt, wo sich eine gewisse Normalität eingespielt hat, blühe ich auch wieder auf und eigentlich ist dies auch voll mein Ding! Also das Suchen und Schreiben an sich. Die anderen Nervereien mal abgesehen.
Die Franzosen sind wirklich freundlich. Vor allem, nachdem sie meinen Tour-Aufkleber gesehen haben! Die winken dann, lassen einen gerne auch mal vor, was man beim Autofahren ja so gar nicht von ihnen kennt und sie sind total neugierig und kontaktfreudig. Liegt aber sicherlich auch daran, dass eine Alleinreisende Frau nicht gerade ganz alltäglich ist. Schön für mich, denn ich kann meine Französischkenntnisse täglich auffrischen ;-)
Gestern Abend gab es auf dem Camping wo ich war (tja, wo war das nur?...hmm irgendwo bei Aurillac, glaube ich) einen Aperitif, wo mein Platznachbar kaum locker ließ. Er wollte mich unbedingt dazu bewegen, dass ich doch jetzt auch teilnehmen sollte. Eine wirklich liebe Geste, aber ich war einfach nur Müde…
Außerdem war ich bei meiner Ankunft auf eine Biene getreten…nun habe ich einen dicken Fuß, der mich ein wenig unbeholfen rumlaufen lässt. Naja, das vergeht auch wieder.
So, das waren wieder einmal einige Infos aus dem Nachbarland!
Seid alle lieb gegrüßt!
Bürte
Eben noch in Plumelec, nun schon in den Pyrenäen… Irgendwie gar nicht recht zu verarbeiten. Ja, sitze in St-Gaudens auf dem Campingplatz und morgen geht es wahrhaftig hinein ins Gebirge mit alle den mythischen Gipfeln.
Heute habe ich zudem den 3.000 Kilometer gefahren!! Durch diese ewige hin und her getuckel fahre ich viel mehr, als ich gedacht hatte. Mal sehen was am Ende unterm Strich da steht.
Nun habe ich auch ein wenig meinen Rhythmus gefunden und der ist reichlich unromantisch. Wer denkt, so eine Tour ist eine gemütliche Urlaubsfahrt, der irrt gewaltig. Morgens um sieben klingelt der Wecker (oder früher), schnell geduscht und ne Tasse Pulverkaffee gemacht. Nebenbei gucke ich mir meine Route aus und suche ein eventuelles Ziel, sprich Campingplatz. Dann geht’s auf die Straße. Irgendwo noch nen Croissant geholt und, falls möglich getankt. Ja, und dann fahre ich den kleinen netten gelben Schildern hinterher, die dem Fahrerfeld die Richtung anzeigen. Häufig lege ich 150 bis 400 Kilometer zurück, gucke vielleicht auch mal abseits der Strecke. Dann eine Geschichte gesucht, dafür muss ich manchmal auch mehrere Leute ansprechen. Nicht jeder ist ja gleich ganz interessant oder hat was interessantes zu erzählen. Vielleicht unterwegs noch schnell was einkaufen, ggf. wieder tanken, dann einen Campingplatz suchen. Da komme ich dann zwischen 16.00 und 18.00 Uhr an. Kaffee oder kaltes Panaché (Alster) trinken, dann Artikel schreiben. Täglich 3.500 Zeichen. Die bekommt Hardy dann noch mal geschickt, liest noch mal drüber, dann geht’s zum ZDF. Dann wird mal gekocht. Meistens melden die vom ZDF sich dann immer nochmal mit aberwitzigen Ideen (Bürte, kannst du nicht mal in xyz gucken, ob… ähhh, hallo, da war ich gestern, bin jetzt aber 300 Kilometer entfernt!...ja, aber könntest du nicht…nein, ich kann nicht!). Gestern rief der zuständige Redakteur nach halb elf an… Tja, und das ist mein Tag. Man sollte mich heute nicht fragen, wo ich gestern war, welcher Tag heute ist, oder gar welche Etappe. Ich weiß gar nichts. Wenn Hardy mich nicht täglich mit den Etappenergebnissen beliefern würde, würde ich rein nichts mitbekommen. Ich hoffe aber nun in den Pyrenäen mal einen Tag an der Strecke zu sein, und dann vielleicht in Hautacam im Ziel. Mal sehen. Ich habe noch nicht mal einen Roman gelsen. Wenn ich abends noch Zeit habe, dann recherchiere ich für mein Buch, oder schreibe dafür. Runterfahren geht auch gar nicht. Aber jetzt, wo sich eine gewisse Normalität eingespielt hat, blühe ich auch wieder auf und eigentlich ist dies auch voll mein Ding! Also das Suchen und Schreiben an sich. Die anderen Nervereien mal abgesehen.
Die Franzosen sind wirklich freundlich. Vor allem, nachdem sie meinen Tour-Aufkleber gesehen haben! Die winken dann, lassen einen gerne auch mal vor, was man beim Autofahren ja so gar nicht von ihnen kennt und sie sind total neugierig und kontaktfreudig. Liegt aber sicherlich auch daran, dass eine Alleinreisende Frau nicht gerade ganz alltäglich ist. Schön für mich, denn ich kann meine Französischkenntnisse täglich auffrischen ;-)
Gestern Abend gab es auf dem Camping wo ich war (tja, wo war das nur?...hmm irgendwo bei Aurillac, glaube ich) einen Aperitif, wo mein Platznachbar kaum locker ließ. Er wollte mich unbedingt dazu bewegen, dass ich doch jetzt auch teilnehmen sollte. Eine wirklich liebe Geste, aber ich war einfach nur Müde…
Außerdem war ich bei meiner Ankunft auf eine Biene getreten…nun habe ich einen dicken Fuß, der mich ein wenig unbeholfen rumlaufen lässt. Naja, das vergeht auch wieder.
So, das waren wieder einmal einige Infos aus dem Nachbarland!
Seid alle lieb gegrüßt!
Bürte
Donnerstag, 10. Juli 2008
Allez le jaune!
Hallo ihr Lieben
Mein Gott können zwei Tage lang sein! Und vollgeproppt mit irgendwelchen Dingen!
Das Wichtigste zuerst: WIR HABEN GELB!!!! Mein Gott, das ist wirklich nicht zu glauben, das Schumi das geschafft hat und ich zudem noch live vor Ort war!!! Leider habe ich ihn nur am Start gesehen und nicht mehr bei der Siegerehrung. Damit ihr mir übrigens auch glaubt, wem ich hier alles fast auf Tuchfühlung komme, anbei mal einige Bilder. Eigentlich dachte ich, in Afrika habe ich viele Bilder gemacht, aber hier…
Am Abend, als ich den letzten Blogeintrag geschrieben habe, war ich noch in Nantes beim Team Columbia, um das neue Zeitfahrrad zu porträtieren. Die beiden Mechaniker waren sehr lieb und auskunftsfreudig. Nachdem ich gesagt habe, dass ich neu bin im Metier ging es auch noch besser. Mit Rolf Aldag hatte ich nachmittags SMS-Kontakt…das war schon komisch.
Damit hatte ich meine erste Probe auch hinter mir. Von Cholet zurück nach Nantes ins Mannschaftshotel (das musste ich auch erstmal finden) und dann wieder nach Cholet. Das Wetter war zudem zum wegschmeißen!
Am nächsten Tag war der ganze Campingplatz schon früh wach. Alle wollten in die Stadt, wo um neun Uhr die Werbekarawane gestartet ist. Ich habe mir also nun mein TV/Radio Schild ans Auto geklebt (Bild folgt!) und bin dann auch in die Stadt auf den Presseparkplatz. Neben mir parkte der Journalist der FAZ, ein wenig überfordert mit meiner direkten Ansprache… ich bin halt ein ganz kleiner Fisch.
Zufällig habe ich dann den Start gefunden, wo just in dem Moment die Karawane gestartet war. Nett zu sehen, wie das mal so ist.
Als ich dann endlich den Eingang gefunden hatte, wo es zu den Mannschaftsbussen geht, hielt mich ein freundlicher Herr der ASO an. Meine erste Begegnung mit der Veranstaltung. Er schaute auf meine Akkreditierung und sagte, dass mein Velo ja nicht akkreditiert sei. Ich musste es draußen lassen. Dadurch habe ich sicherlich locker 20 Kilometer gestern zurückgelegt…
Die Mannschaftsbusse standen alle in Reih und Glied und die Techniker hatten viel zu tun. Und ich? Ich bin den ganzen Tag von vorne nach hinten nach vorne, nach hinten, zum Village und zurück gelatscht und habe hunderte Bilder gemacht und ein nettes Gesicht. Habe Ronny Scholz interviewt, Hans-Michael Holczer Schokolade überreicht, Raymond Poulidor ehrfürchtig aus der Ferne beobachtet, Bernard Thevenet aus der Nähe und und und. Das waren eindeutig zu viele Eindrücke für einen Tag!
Als dann auch noch Schumi Gelb geholt hat, bin ich heulend vor Freude in mein Auto gestiegen! Mein Gott, ich war da mittendrin! Und ich konnte mir nun gut vorstellen, was im Teambus los war. Als ich mit den Fahrrad zum Auto fuhr, kurvte Christian Henn mit Stefan Schumacher immer noch draußen rum und suchte das Siegerpodest…
Ich habe nette Kontakte geknüpft. Da bin ich dann schon froh, dass mir mein lockeres Mundwerk manchmal aus Situationen hilft. Mit dem Gerolsteiner Pressesprecher bin ich auf Du, ebenso wie mit den Fahrern… kaum zu glauben. Wirklich aufbauend war zudem, dass Mathias Wieland, der Pressesprecher mich kannte, oder mein Buch. Das war auch sehr schön.
Nun bin ich in ähhh, ach ja, in Le Mond Dore. Unterhalb der Skistation Super-Besse, die Morgen Etappenziel ist. Ich werde morgen früh hinauf und dann weiter nach Aurillac. Muss ja leider dem ganzen Troß immer einen Tag voraus fahren.
Heute bin ich einen Großteil der Originalstrecke gefahren. Überalle stehen schon Wohnmobile und man kommt sich maßlos wichtig vor. Mein leuchtend oranger großer Aufkleber leuchtet an der Windschutzscheibe und die Leute winken dadurch einem zu! Kids winken und Autos hupen. Das ist schon ein echt tolles Gefühl.
Mit dem Auto ist alles bestens. Ebenso wieder mit mir. Ich hatte einen kleinen Durchhänger, aber wer mich kennt, weiß, Aufgeben tue ich nicht so schnell. Durch und gut…
Mein Französisch wird täglich besser. Kann mich jetzt schon richtig unterhalten und was noch besser ist, ich habe meine Scheu davor total verloren.
Essen tue ich schlecht, zugegeben…aber vielleicht gleicht sich das ja auch noch an in den nächsten Tagen ;-)
Es ist schön, von Euch allen zu hören! Es ist gut zu wissen, dass ich nicht alleine bin…
Bis bald in diesem
Theater! Alles Liebe
Bürte
Mein Gott können zwei Tage lang sein! Und vollgeproppt mit irgendwelchen Dingen!
Das Wichtigste zuerst: WIR HABEN GELB!!!! Mein Gott, das ist wirklich nicht zu glauben, das Schumi das geschafft hat und ich zudem noch live vor Ort war!!! Leider habe ich ihn nur am Start gesehen und nicht mehr bei der Siegerehrung. Damit ihr mir übrigens auch glaubt, wem ich hier alles fast auf Tuchfühlung komme, anbei mal einige Bilder. Eigentlich dachte ich, in Afrika habe ich viele Bilder gemacht, aber hier…
Am Abend, als ich den letzten Blogeintrag geschrieben habe, war ich noch in Nantes beim Team Columbia, um das neue Zeitfahrrad zu porträtieren. Die beiden Mechaniker waren sehr lieb und auskunftsfreudig. Nachdem ich gesagt habe, dass ich neu bin im Metier ging es auch noch besser. Mit Rolf Aldag hatte ich nachmittags SMS-Kontakt…das war schon komisch.
Damit hatte ich meine erste Probe auch hinter mir. Von Cholet zurück nach Nantes ins Mannschaftshotel (das musste ich auch erstmal finden) und dann wieder nach Cholet. Das Wetter war zudem zum wegschmeißen!
Am nächsten Tag war der ganze Campingplatz schon früh wach. Alle wollten in die Stadt, wo um neun Uhr die Werbekarawane gestartet ist. Ich habe mir also nun mein TV/Radio Schild ans Auto geklebt (Bild folgt!) und bin dann auch in die Stadt auf den Presseparkplatz. Neben mir parkte der Journalist der FAZ, ein wenig überfordert mit meiner direkten Ansprache… ich bin halt ein ganz kleiner Fisch.
Zufällig habe ich dann den Start gefunden, wo just in dem Moment die Karawane gestartet war. Nett zu sehen, wie das mal so ist.
Als ich dann endlich den Eingang gefunden hatte, wo es zu den Mannschaftsbussen geht, hielt mich ein freundlicher Herr der ASO an. Meine erste Begegnung mit der Veranstaltung. Er schaute auf meine Akkreditierung und sagte, dass mein Velo ja nicht akkreditiert sei. Ich musste es draußen lassen. Dadurch habe ich sicherlich locker 20 Kilometer gestern zurückgelegt…
Die Mannschaftsbusse standen alle in Reih und Glied und die Techniker hatten viel zu tun. Und ich? Ich bin den ganzen Tag von vorne nach hinten nach vorne, nach hinten, zum Village und zurück gelatscht und habe hunderte Bilder gemacht und ein nettes Gesicht. Habe Ronny Scholz interviewt, Hans-Michael Holczer Schokolade überreicht, Raymond Poulidor ehrfürchtig aus der Ferne beobachtet, Bernard Thevenet aus der Nähe und und und. Das waren eindeutig zu viele Eindrücke für einen Tag!
Als dann auch noch Schumi Gelb geholt hat, bin ich heulend vor Freude in mein Auto gestiegen! Mein Gott, ich war da mittendrin! Und ich konnte mir nun gut vorstellen, was im Teambus los war. Als ich mit den Fahrrad zum Auto fuhr, kurvte Christian Henn mit Stefan Schumacher immer noch draußen rum und suchte das Siegerpodest…
Ich habe nette Kontakte geknüpft. Da bin ich dann schon froh, dass mir mein lockeres Mundwerk manchmal aus Situationen hilft. Mit dem Gerolsteiner Pressesprecher bin ich auf Du, ebenso wie mit den Fahrern… kaum zu glauben. Wirklich aufbauend war zudem, dass Mathias Wieland, der Pressesprecher mich kannte, oder mein Buch. Das war auch sehr schön.
Nun bin ich in ähhh, ach ja, in Le Mond Dore. Unterhalb der Skistation Super-Besse, die Morgen Etappenziel ist. Ich werde morgen früh hinauf und dann weiter nach Aurillac. Muss ja leider dem ganzen Troß immer einen Tag voraus fahren.
Heute bin ich einen Großteil der Originalstrecke gefahren. Überalle stehen schon Wohnmobile und man kommt sich maßlos wichtig vor. Mein leuchtend oranger großer Aufkleber leuchtet an der Windschutzscheibe und die Leute winken dadurch einem zu! Kids winken und Autos hupen. Das ist schon ein echt tolles Gefühl.
Mit dem Auto ist alles bestens. Ebenso wieder mit mir. Ich hatte einen kleinen Durchhänger, aber wer mich kennt, weiß, Aufgeben tue ich nicht so schnell. Durch und gut…
Mein Französisch wird täglich besser. Kann mich jetzt schon richtig unterhalten und was noch besser ist, ich habe meine Scheu davor total verloren.
Essen tue ich schlecht, zugegeben…aber vielleicht gleicht sich das ja auch noch an in den nächsten Tagen ;-)
Es ist schön, von Euch allen zu hören! Es ist gut zu wissen, dass ich nicht alleine bin…
Bis bald in diesem
Theater! Alles Liebe
Bürte
Montag, 7. Juli 2008
Immer noch Cholet
Hallo Ihr Lieben,
Bevor ich mich gleich auf den Weg in die Stadt mache, noch schnell einige Zeilen aus Cholet. Die zweite Tasse Kaffee steht dampfend neben mir und auch die morgendliche Dusche war heute angenehm. Kann also nur besser werden.
Ich werde aber niemals Tagesjournalistin, das kann ich nach den wenigen Tagen mit Bestimmtheit sagen. Es gibt sehr nette Seiten, und ich weiß nun sicherlich besser, welche ich davon später für mich nutzen möchte. Das werde ich auch auf jeden Fall versuchen auszubauen.
Im Moment läuft alles ein wenig anders, als vorher abgesprochen, was mich grad ein wenig pessimistisch klingen lässt. Man verlangt viel, gibt aber keinerlei Hilfestellung. Das schockiert mich grad ein wenig.
Morgen habe ich meinen ersten richtigen Termin! Ich werde mir von Ronny Scholz (Team Gerolsteiner) seine elektrische Schaltung erklären lassen und daraus erstmals eine Audiogeschichte erstellen. Außerdem werde ich dem Village morgen früh ein Besuch abstatten. Das Village wird in jedem Startort aufgebaut. Dort sind alle wichtigen Menschen zu finden, die was mit der Tour zu tun haben. Fahrer, Organisatoren. Teammanager etc. Dort trinkt man Kaffee, trifft sich auf einen Plausch, geht zum Frisör. Da ich da Zugang habe, werde ich mir das auf jeden Fall mal ansehen.
Übermorgen wird dann die Geschichte mit den Bauern im Netz sein.
Unter www.zdf.de, dann Sport, dann Tour de France, könnt ihr die Geschichten verfolgen. Wie ich hörte, wird Hardy des Öfteren gefragt, wo man sie denn lesen kann, deshalb hier noch mal der Tipp.
Kurze Worte zum Morgen. Sicherlich erlebe ich heute wieder viel…bald mehr!
Alles Liebe aus Cholet
Bürte
Bevor ich mich gleich auf den Weg in die Stadt mache, noch schnell einige Zeilen aus Cholet. Die zweite Tasse Kaffee steht dampfend neben mir und auch die morgendliche Dusche war heute angenehm. Kann also nur besser werden.
Ich werde aber niemals Tagesjournalistin, das kann ich nach den wenigen Tagen mit Bestimmtheit sagen. Es gibt sehr nette Seiten, und ich weiß nun sicherlich besser, welche ich davon später für mich nutzen möchte. Das werde ich auch auf jeden Fall versuchen auszubauen.
Im Moment läuft alles ein wenig anders, als vorher abgesprochen, was mich grad ein wenig pessimistisch klingen lässt. Man verlangt viel, gibt aber keinerlei Hilfestellung. Das schockiert mich grad ein wenig.
Morgen habe ich meinen ersten richtigen Termin! Ich werde mir von Ronny Scholz (Team Gerolsteiner) seine elektrische Schaltung erklären lassen und daraus erstmals eine Audiogeschichte erstellen. Außerdem werde ich dem Village morgen früh ein Besuch abstatten. Das Village wird in jedem Startort aufgebaut. Dort sind alle wichtigen Menschen zu finden, die was mit der Tour zu tun haben. Fahrer, Organisatoren. Teammanager etc. Dort trinkt man Kaffee, trifft sich auf einen Plausch, geht zum Frisör. Da ich da Zugang habe, werde ich mir das auf jeden Fall mal ansehen.
Übermorgen wird dann die Geschichte mit den Bauern im Netz sein.
Unter www.zdf.de, dann Sport, dann Tour de France, könnt ihr die Geschichten verfolgen. Wie ich hörte, wird Hardy des Öfteren gefragt, wo man sie denn lesen kann, deshalb hier noch mal der Tipp.
Kurze Worte zum Morgen. Sicherlich erlebe ich heute wieder viel…bald mehr!
Alles Liebe aus Cholet
Bürte
Sonntag, 6. Juli 2008
Bienvenue à Cholet
Hallo ihr Lieben!
Nun bin ich in Cholet! Über 2.000 Kilometer bin ich schon gefahren seit dem letzten Dienstag, kein Wunder, das ich so kaputt bin.
Bislang lief auch noch nicht alles nach Plan. Als echtes Problem stellt sich der Internetzugang und damit das verschicken meiner Texte dar! Nun hab ich mich so gut vorbereitet und dann kommt doch alles anders. Im Tour-Pressezentrum muss man für einen Internetzugang bezahlen! Und das nicht zu wenig. Für die gesamten drei Wochen kostet das wohl mehr als 300 Euro!! Bei einem Megaevent wie der Tour, wo soviel Geld drin steckt finde ich das schon wirklich heftig. “Orange” der Telekommunikationsriese verdient sicherlich gut daran. Das bedeutet für mich auch, dass ich das Pressezentrum meide. 1500 Leute haben da Platz an Tischen, das ist mir eh alles viel zu groß. Den einzigen Internetzugang, den ich in Plumelec gefunden habe, der hatte keinen USB-Steckplatz. Da mein Text aber auf dem USB-Stick war, hatte ich also keine Möglichkeit den wegzuschicken. Beim ZDF darf man nur mit internen Geräten ran, und das habe ich ja nicht. Nun muss ich in Notfällen also auf die altbewährte Methode mit dem Handy zurückgreifen, was aber nicht gerade billig ist. Da war das in Afrika einfacher kann ich nur sagen.
Das ganze Prozedere hat mich zudem einen ganzen Tag gekostet…
Dafür habe ich heute Béla getroffen und bin nun mit ihm auf Du… eben noch in der Schweiz beim Fußball, nun schon bei der Tour. Aber der ist doch sonst nicht da, oder? Peter Leissl habe ich leider noch nicht getroffen.
Plumelec wachte am Tourtag auf. Es ist nicht zu beschreiben, was in diesem 1200-Seelen-Dorf über Nacht passiert war. Jedes Geschäft hatte einen Tische draußen und bot seine Waren an, Bierzelte und zahlreiche Grills wurden aufgebaut um die vielen hungrigen und durstigen Mäuler zu stopfen.
Autos, LKWs, Trecker, Radfahrer, Fußgänger - alle quälten sich durch die enge Hauptstraße des Ortes. Und wo am tag vorher noch die Einheimischen waren, um zuzugucken, wie das Ziel aufgebaut wurde, da fanden sich die offiziellen Boutiquen, Getränkebuden, VIP-Zelte etc. Keine Ahnung, wie das über Nacht da alles noch hingekommen war.
Ich war morgens um halb zehn schon am Ziel, da war da schon mächtig Besuch. Jeder wollte sich den besten Platz sichern.
Ich hätte mir niemals vorstellen können, wie das dort aussieht, wenn es voll ist.
Gestern Abend habe ich mich dann in das Nachtleben von Plumelec gestürzt! Ich kenne nun den Bäcker aus dem Nachbarort und auch einen ganz wichtigen Menschen aus Plumelec samt Frau. Einen Weinbauern aus der Nähe von Nantes und das Ehepaar, dass eine der drei Kneipen des Ortes leitet. Das war sehr witzig, alles auf französisch…aber wir haben uns alle irgendwie verstanden. Ein bestes Beispiel, wie die Tour de France die Menschen verbinden kann. Als sie dann verstanden hatten, was ich tue, und was ich normalerweise zu Hause mache (Bücher schreiben), da durfte ich nichts mehr bezahlen, sondern lediglich trinken. Sie waren total stolz darauf, dass ich nun ausgerechnet noch in Plumelec bleibe und mich dort sehr wohl fühle. Und als ich dann auch noch erwähnte, dass ich Fan von En Avant Guingamp bin, da war sowieso alles vorbei. Sollte ich je wieder nach Plumelec kommen, darf ich beim netten Kneipenehepaar übernachten und der Boulanger aus dem Nachbardorf gibt mir umsonst meine Croissants. Das war ein tolles erfüllendes Erlebnis.
Abgerundet wurde es, als die schweren Trucks der Fernsehsender (ja, auch das ZDF) sich einen Weg durch den Ort bahnten und überall Menschen auf die Straße liefen um sie zu verabschieden. Es wurde auf der einen Seite gehupt und auf der anderen wild gewunken. Das war wirklich toll. Fast war es, als sagten die Trucker “Danke Plumelec, es war schön bei dir” und die Einwohner “Danke Le Tour, schön, dass du da warst”.
Das fand ich ziemlich bewegend.
200 Kilometer bin ich nun gefahren und bin in Cholet. Die sportlichste Stadt Frankreichs! Hier ist die Tour schon präsent und wird sehnsüchtig erwartet. Der Campingplatz ist jetzt schon überfüllt und es wird auch langsam international. In Plumelec waren Bretonen zahlreich vertreten, hier sind Engländer, Niederländer, Belgier, Deutsche, Franzosen und Neuseeländer.
Ich werde den rest des Tages ruhig verbringen. Ich hoffe, dass ich irgendwo einen Fernseher finde, damit ich sehe, wer denn heute gewinnt. Das ist wirklich blöd, das bekomme ich gar nicht mit…
Dann gibt es heute endlich einmal was Richtiges zu essen und nicht immer diesen Dosenfrass. Eine dickes Steak liegt in meiner Kühltruhe ;-) Morgen werde ich in Cholet unterwegs sein um eine Geschichte zu finden und am Dienstag morgen gehe ich erstmals in Village. Da sind dann die ganzen wirklich wichtigen Menschen. ;-)
Alles Liebe für Euch und ganz viele Grüße
Bürte
Nun bin ich in Cholet! Über 2.000 Kilometer bin ich schon gefahren seit dem letzten Dienstag, kein Wunder, das ich so kaputt bin.
Bislang lief auch noch nicht alles nach Plan. Als echtes Problem stellt sich der Internetzugang und damit das verschicken meiner Texte dar! Nun hab ich mich so gut vorbereitet und dann kommt doch alles anders. Im Tour-Pressezentrum muss man für einen Internetzugang bezahlen! Und das nicht zu wenig. Für die gesamten drei Wochen kostet das wohl mehr als 300 Euro!! Bei einem Megaevent wie der Tour, wo soviel Geld drin steckt finde ich das schon wirklich heftig. “Orange” der Telekommunikationsriese verdient sicherlich gut daran. Das bedeutet für mich auch, dass ich das Pressezentrum meide. 1500 Leute haben da Platz an Tischen, das ist mir eh alles viel zu groß. Den einzigen Internetzugang, den ich in Plumelec gefunden habe, der hatte keinen USB-Steckplatz. Da mein Text aber auf dem USB-Stick war, hatte ich also keine Möglichkeit den wegzuschicken. Beim ZDF darf man nur mit internen Geräten ran, und das habe ich ja nicht. Nun muss ich in Notfällen also auf die altbewährte Methode mit dem Handy zurückgreifen, was aber nicht gerade billig ist. Da war das in Afrika einfacher kann ich nur sagen.
Das ganze Prozedere hat mich zudem einen ganzen Tag gekostet…
Dafür habe ich heute Béla getroffen und bin nun mit ihm auf Du… eben noch in der Schweiz beim Fußball, nun schon bei der Tour. Aber der ist doch sonst nicht da, oder? Peter Leissl habe ich leider noch nicht getroffen.
Plumelec wachte am Tourtag auf. Es ist nicht zu beschreiben, was in diesem 1200-Seelen-Dorf über Nacht passiert war. Jedes Geschäft hatte einen Tische draußen und bot seine Waren an, Bierzelte und zahlreiche Grills wurden aufgebaut um die vielen hungrigen und durstigen Mäuler zu stopfen.
Autos, LKWs, Trecker, Radfahrer, Fußgänger - alle quälten sich durch die enge Hauptstraße des Ortes. Und wo am tag vorher noch die Einheimischen waren, um zuzugucken, wie das Ziel aufgebaut wurde, da fanden sich die offiziellen Boutiquen, Getränkebuden, VIP-Zelte etc. Keine Ahnung, wie das über Nacht da alles noch hingekommen war.
Ich war morgens um halb zehn schon am Ziel, da war da schon mächtig Besuch. Jeder wollte sich den besten Platz sichern.
Ich hätte mir niemals vorstellen können, wie das dort aussieht, wenn es voll ist.
Gestern Abend habe ich mich dann in das Nachtleben von Plumelec gestürzt! Ich kenne nun den Bäcker aus dem Nachbarort und auch einen ganz wichtigen Menschen aus Plumelec samt Frau. Einen Weinbauern aus der Nähe von Nantes und das Ehepaar, dass eine der drei Kneipen des Ortes leitet. Das war sehr witzig, alles auf französisch…aber wir haben uns alle irgendwie verstanden. Ein bestes Beispiel, wie die Tour de France die Menschen verbinden kann. Als sie dann verstanden hatten, was ich tue, und was ich normalerweise zu Hause mache (Bücher schreiben), da durfte ich nichts mehr bezahlen, sondern lediglich trinken. Sie waren total stolz darauf, dass ich nun ausgerechnet noch in Plumelec bleibe und mich dort sehr wohl fühle. Und als ich dann auch noch erwähnte, dass ich Fan von En Avant Guingamp bin, da war sowieso alles vorbei. Sollte ich je wieder nach Plumelec kommen, darf ich beim netten Kneipenehepaar übernachten und der Boulanger aus dem Nachbardorf gibt mir umsonst meine Croissants. Das war ein tolles erfüllendes Erlebnis.
Abgerundet wurde es, als die schweren Trucks der Fernsehsender (ja, auch das ZDF) sich einen Weg durch den Ort bahnten und überall Menschen auf die Straße liefen um sie zu verabschieden. Es wurde auf der einen Seite gehupt und auf der anderen wild gewunken. Das war wirklich toll. Fast war es, als sagten die Trucker “Danke Plumelec, es war schön bei dir” und die Einwohner “Danke Le Tour, schön, dass du da warst”.
Das fand ich ziemlich bewegend.
200 Kilometer bin ich nun gefahren und bin in Cholet. Die sportlichste Stadt Frankreichs! Hier ist die Tour schon präsent und wird sehnsüchtig erwartet. Der Campingplatz ist jetzt schon überfüllt und es wird auch langsam international. In Plumelec waren Bretonen zahlreich vertreten, hier sind Engländer, Niederländer, Belgier, Deutsche, Franzosen und Neuseeländer.
Ich werde den rest des Tages ruhig verbringen. Ich hoffe, dass ich irgendwo einen Fernseher finde, damit ich sehe, wer denn heute gewinnt. Das ist wirklich blöd, das bekomme ich gar nicht mit…
Dann gibt es heute endlich einmal was Richtiges zu essen und nicht immer diesen Dosenfrass. Eine dickes Steak liegt in meiner Kühltruhe ;-) Morgen werde ich in Cholet unterwegs sein um eine Geschichte zu finden und am Dienstag morgen gehe ich erstmals in Village. Da sind dann die ganzen wirklich wichtigen Menschen. ;-)
Alles Liebe für Euch und ganz viele Grüße
Bürte
Samstag, 5. Juli 2008
allez, allez
Hallo Ihr Lieben!
Ja, kaum zu glauben, nach über 1200 Kilometern bin ich doch tatsächlich in Plumelec angekommen! War der kleine Ort vor einigen Wochen noch voller Gemütlichkeit, so herrscht hier jetzt Betrieb wie in einer Großstadt. Ich konnte mir das beim besten Wien nicht vorstellen und das Gesehene übersteigt meine Vorstellkraft sowieso.
Gestern hat mich der Tag total geschlaucht. Immer wieder macht man den Fehler, die Größe diese Landes zu unterschätzen. War ich gestern Morgen noch der Meinung, dass ich am Nachmittag locker in Châteauroux sein werde, lehrte mich der Nachmittag wieder was Neues. Ich änderte meine Route kurzfristig und nächtigte in Richelieu auf dem Camping Municipal. In dem Ort ist am nächsten Mittwoch (5. Etappe) die zweite Sprintwertung. Damit habe ich mir nicht nur gestern ein wenig Zeit gespart, auch heute sicherlich ca. 150 Kilometer. Das war eine gute Entscheidung. Heute morgen bin ich auch erst um kurz vor acht aufgewacht, so kaputt war ich von gestern. Über 700 Kilometer bei brüllender Hitze zu fahren können wirklich ganz schön schlauchen.
Kurz hinter Richelieu fand ich dann auch schon meine Geschichte für die fünfte Etappe. Glück gehabt! Monsieur Pierre und seine Kumpanen waren sehr glücklich, dass ich sie beachtet habe. Aber lest selber.
Je mehr von Euch übrigens meine Texte anklicken, desto besser für mich ;-) Dann sehen die Verantwortlichen nämlich, dass die Texte ankommen und können auch im nächsten Jahr nicht auf mich verzichten! Doppelaufrufe werden sicherlich nicht gezählt. Also immer schön brav weitersagen!
Ja, nun bin ich also schon mittendrin! Vor der ersten Herausforderung stand ich bereits bei meiner Ankunft auf dem Campingplatz! Ich hatte ja vor einigen Wochen den Platz reserviert. Er war auch sehr schön, nur leider lag er ungefähr 80 Meter von der Stromdose entfernt. Das war schon mal schlecht, da mein Kabel halt nur 50 Meter hat (ist aber auch genug finde ich). Spontan griff ich zum Telefon und rief bei der freundlichen Frau in der Mairie an. Als sie sich meldete bemerkte ich, dass sie ja blöderweise Französisch spricht…tja, da musste ich halt mein erstes französisches Telefonat führen. Mit Erfolg! Ich habe den Platz gewechselt und habe Strom!
Bin dann aber nochmal zu ihr hingefahren um mich zu vergewissern, ob ich sie nun richtig verstanden habe. Denn nun stehe ich auf einem Platz, auf dem bereits ein Caravan steht. Mit jemanden anderen tauschen, der auch reserviert hat, aber kein Strom hat ging nicht…Komisch, woher mir das Verhalten bekannt vorkommt ;-) Gut das ich eine gewisse Gelassenheit entwickelt habe.
Dann bin ich zum „Arrivee“ geradelt, was vom Camping keine zwei Kilometer entfernt ist! Unglaublich, was dort los war. Jegliche Fernsehsender sind vertreten, zudem wurde die Siegerehrungsmuschel gerade aufgebaut. Am liebsten hätte ich sofort meine Kamera gezückt und alles und jeden fotografiert. Ich tat aber eher ganz unauffällig und begab mich zum ZDF-Büromobil wo ich von zahlreichen Menschen fröhlich empfangen wurde. Irgendwie schon unwirklich, dort in den heiligen Hallen des ZDF zu stehen. Ich bekam einige Heftchen (eher Bücher) (Hallo Herr Grüne, kannst du schon mal in meinem Büro anbauen!!??) und machte mich dann wieder auf den Heimweg. In der einzigen Bar von Plumelec ergatterte ich einen Platz und genehmigte mir ein Feierabendbierchen um das Erlebte wenigstens mal kurz zu verdauen.
Dann kam noch das Pressezentrum, dass mir der Chef des Office de Tourisme persönlich zeigte. Es befindet sich neben meinem Campingplatz und was soll ich sagen, um diese Dimensionen zu schildern? Waren sie beim Endspiel des Afrika-Cups stolz auf ihre ca. 20 Rechner und ich davon überzeugt dass das auch wirklich Mega groß ist, so hätte mich dieser Anblick wirklich beinahe aus den Latschen gehauen! In eine Reihe passen sicherlich 50 Leute oder mehr. Bei, hmmm, keine Ahnung, 25 Reihen oder mehr (!!) kann sich jeder ausrechnen, wie viel Menschen da rein passen! Ich war froh, dass es noch nicht eingerichtet war, keine Journalisten da saßen. Aber das werden ich mir definitiv anschauen gehen, wenn es voll ist…
Ja, meine SIM-Karte im UMTS-Stick funktioniert erwartungsgemäß noch nicht…von daher bin ich zur Zeit noch nicht so flexibel, wie ich es gerne wäre. Aber die Jungs vom ZDF werden mir morgen sicherlich weiterhelfen. Wenn nicht, mal sehen, wie ich das Problem dann löse.
Schönen Gruß auch von Guy aus Finistere an alle Krallemagnes! Mit ihm habe ich heute Kontakt aufgenommen (dafür, dass ich gar kein Französisch spreche hatte ich wirklich viel Kontakt heute…) um zu wissen, ob die irgendwo an der Strecke stehen! Aber anscheinend nicht. Aber wir treffen sie ja bald bei En Avant Guingamp!
OK ihr Lieben. Das war ein kurzer Bericht, bevor ich mich einem Gläschen Wein und meinen ganzen vielen neuen Büchern widme. Morgen vielleicht mehr!
Bürte
For our English Friends! I’m arrived safetly and now, i’m in Plumelec on the campsite! My French would be better every Hour ;-)
I’m in the middle from all and it’s a great feeling!
More English words in the next days!!! Big hugs and tons of love to nibbletown and the clevedon “waiting-room”!
P.S: Mel and Mary: Have a nice and safe trip to Switzerland!!!
Bürte
Ja, kaum zu glauben, nach über 1200 Kilometern bin ich doch tatsächlich in Plumelec angekommen! War der kleine Ort vor einigen Wochen noch voller Gemütlichkeit, so herrscht hier jetzt Betrieb wie in einer Großstadt. Ich konnte mir das beim besten Wien nicht vorstellen und das Gesehene übersteigt meine Vorstellkraft sowieso.
Gestern hat mich der Tag total geschlaucht. Immer wieder macht man den Fehler, die Größe diese Landes zu unterschätzen. War ich gestern Morgen noch der Meinung, dass ich am Nachmittag locker in Châteauroux sein werde, lehrte mich der Nachmittag wieder was Neues. Ich änderte meine Route kurzfristig und nächtigte in Richelieu auf dem Camping Municipal. In dem Ort ist am nächsten Mittwoch (5. Etappe) die zweite Sprintwertung. Damit habe ich mir nicht nur gestern ein wenig Zeit gespart, auch heute sicherlich ca. 150 Kilometer. Das war eine gute Entscheidung. Heute morgen bin ich auch erst um kurz vor acht aufgewacht, so kaputt war ich von gestern. Über 700 Kilometer bei brüllender Hitze zu fahren können wirklich ganz schön schlauchen.
Kurz hinter Richelieu fand ich dann auch schon meine Geschichte für die fünfte Etappe. Glück gehabt! Monsieur Pierre und seine Kumpanen waren sehr glücklich, dass ich sie beachtet habe. Aber lest selber.
Je mehr von Euch übrigens meine Texte anklicken, desto besser für mich ;-) Dann sehen die Verantwortlichen nämlich, dass die Texte ankommen und können auch im nächsten Jahr nicht auf mich verzichten! Doppelaufrufe werden sicherlich nicht gezählt. Also immer schön brav weitersagen!
Ja, nun bin ich also schon mittendrin! Vor der ersten Herausforderung stand ich bereits bei meiner Ankunft auf dem Campingplatz! Ich hatte ja vor einigen Wochen den Platz reserviert. Er war auch sehr schön, nur leider lag er ungefähr 80 Meter von der Stromdose entfernt. Das war schon mal schlecht, da mein Kabel halt nur 50 Meter hat (ist aber auch genug finde ich). Spontan griff ich zum Telefon und rief bei der freundlichen Frau in der Mairie an. Als sie sich meldete bemerkte ich, dass sie ja blöderweise Französisch spricht…tja, da musste ich halt mein erstes französisches Telefonat führen. Mit Erfolg! Ich habe den Platz gewechselt und habe Strom!
Bin dann aber nochmal zu ihr hingefahren um mich zu vergewissern, ob ich sie nun richtig verstanden habe. Denn nun stehe ich auf einem Platz, auf dem bereits ein Caravan steht. Mit jemanden anderen tauschen, der auch reserviert hat, aber kein Strom hat ging nicht…Komisch, woher mir das Verhalten bekannt vorkommt ;-) Gut das ich eine gewisse Gelassenheit entwickelt habe.
Dann bin ich zum „Arrivee“ geradelt, was vom Camping keine zwei Kilometer entfernt ist! Unglaublich, was dort los war. Jegliche Fernsehsender sind vertreten, zudem wurde die Siegerehrungsmuschel gerade aufgebaut. Am liebsten hätte ich sofort meine Kamera gezückt und alles und jeden fotografiert. Ich tat aber eher ganz unauffällig und begab mich zum ZDF-Büromobil wo ich von zahlreichen Menschen fröhlich empfangen wurde. Irgendwie schon unwirklich, dort in den heiligen Hallen des ZDF zu stehen. Ich bekam einige Heftchen (eher Bücher) (Hallo Herr Grüne, kannst du schon mal in meinem Büro anbauen!!??) und machte mich dann wieder auf den Heimweg. In der einzigen Bar von Plumelec ergatterte ich einen Platz und genehmigte mir ein Feierabendbierchen um das Erlebte wenigstens mal kurz zu verdauen.
Dann kam noch das Pressezentrum, dass mir der Chef des Office de Tourisme persönlich zeigte. Es befindet sich neben meinem Campingplatz und was soll ich sagen, um diese Dimensionen zu schildern? Waren sie beim Endspiel des Afrika-Cups stolz auf ihre ca. 20 Rechner und ich davon überzeugt dass das auch wirklich Mega groß ist, so hätte mich dieser Anblick wirklich beinahe aus den Latschen gehauen! In eine Reihe passen sicherlich 50 Leute oder mehr. Bei, hmmm, keine Ahnung, 25 Reihen oder mehr (!!) kann sich jeder ausrechnen, wie viel Menschen da rein passen! Ich war froh, dass es noch nicht eingerichtet war, keine Journalisten da saßen. Aber das werden ich mir definitiv anschauen gehen, wenn es voll ist…
Ja, meine SIM-Karte im UMTS-Stick funktioniert erwartungsgemäß noch nicht…von daher bin ich zur Zeit noch nicht so flexibel, wie ich es gerne wäre. Aber die Jungs vom ZDF werden mir morgen sicherlich weiterhelfen. Wenn nicht, mal sehen, wie ich das Problem dann löse.
Schönen Gruß auch von Guy aus Finistere an alle Krallemagnes! Mit ihm habe ich heute Kontakt aufgenommen (dafür, dass ich gar kein Französisch spreche hatte ich wirklich viel Kontakt heute…) um zu wissen, ob die irgendwo an der Strecke stehen! Aber anscheinend nicht. Aber wir treffen sie ja bald bei En Avant Guingamp!
OK ihr Lieben. Das war ein kurzer Bericht, bevor ich mich einem Gläschen Wein und meinen ganzen vielen neuen Büchern widme. Morgen vielleicht mehr!
Bürte
For our English Friends! I’m arrived safetly and now, i’m in Plumelec on the campsite! My French would be better every Hour ;-)
I’m in the middle from all and it’s a great feeling!
More English words in the next days!!! Big hugs and tons of love to nibbletown and the clevedon “waiting-room”!
P.S: Mel and Mary: Have a nice and safe trip to Switzerland!!!
Bürte
Dienstag, 1. Juli 2008
Zweibrücken!

Hallo ihr Lieben!
Eigentlich wollte ich schon imme nac h Zweibrücken...und da bin ich nun auch! Auf einem wirklich ruhigen Wohnmobilstellplatz für 7,50 Euro die Nacht!
Und es ist heiß hier. Heute Abend nach sechs zeigte as Thermometer noch 34 Grad!! Ich hoffe wirklich, dass es in den nächsten Tagen ein wenig kühler wird.
Dekadent ist es ja schon mit so einem neuen Rechner. Einfach so irgendwo sitzen und seine Dinge im Internet erledigen...
wusste gar nicht, was mir alles entgangen ist vorher!
Meine Akkred-Unterlagen sind wie gesagt pünktlich gekommen. Leider fehlen diverse Dinge, wie Karte und Bücher. Dafür bin ich nun im Besitz eines tolleen ZDF-Sport T-Shirts, auf dem die Toursstrecke aufgedruckt ist. Und meine Akkred. ist viiieeelll kleiner, als die aus Afrika!
Habe mal versucht ein bild zu machen mit dem Computer. Ein Richtiges folgt dann.
Nicht zu übersehen ist " ZDF_-German Televison-Journaliste"!
kaum zu glauben. Ich denke dass wird mir jetzt erst richtig klar...
Wer hätte das vor einigen Jahren gedacht?
Ok, ich trink noch ein Schlückchen Wein, lese mein Buch zu Ende und begebe michdann ins Reich der Träiume. Mal sehen, wo ich das nächset Mal bin ;-)
Alles Liebe!
Bürte
GÄSTEBUCH!!!!!!
Da schon wieder im Juni verschollen...
http://www.onlex.de/_gbuch.php4?username=aroundthefootballworld
http://www.onlex.de/_gbuch.php4?username=aroundthefootballworld
Ich bin dann mal weg!
Hallo Ihr Lieben!
So, noch einen Kaffee, ne Dusche und dann geht es los. Akkredtierung ist da! Kaum zu glauben. Einiges hat trotzdem nicht geklappt "Thats Africa" könnte hier genauso passen ;-)
Mal sehen, welch Herausforderung mich dann also gleich in denersten tagen erwartet.
Nächtigen werde ich kurz vor der französischen Grenze, oder wenn ich es schaffen sollte, irgendwo bei Metz. Mal sehen.
Auto ist gepackt, Route von Herrn Grüne perfekt vorbereitet, kan also nichts mehr schiefgehen.
Unter www.letour.fr findet ihr zudem Neuigkeiten zur Tour, die Route etc. Die Seite kann auch in Deutsch aufgerufen werden.
Herzlichen Dank an alle, die mich in den letzten tagen mit lieben E-Mails und Anrufen bedacht haben! Ich habe mich sehr fgefreut!
Alles Liebe
Bürte
So, noch einen Kaffee, ne Dusche und dann geht es los. Akkredtierung ist da! Kaum zu glauben. Einiges hat trotzdem nicht geklappt "Thats Africa" könnte hier genauso passen ;-)
Mal sehen, welch Herausforderung mich dann also gleich in denersten tagen erwartet.
Nächtigen werde ich kurz vor der französischen Grenze, oder wenn ich es schaffen sollte, irgendwo bei Metz. Mal sehen.
Auto ist gepackt, Route von Herrn Grüne perfekt vorbereitet, kan also nichts mehr schiefgehen.
Unter www.letour.fr findet ihr zudem Neuigkeiten zur Tour, die Route etc. Die Seite kann auch in Deutsch aufgerufen werden.
Herzlichen Dank an alle, die mich in den letzten tagen mit lieben E-Mails und Anrufen bedacht haben! Ich habe mich sehr fgefreut!
Alles Liebe
Bürte
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