Sonntag, 20. Juli 2008

Bonjour aus Nîmes

Bernard!
Christian Prudhomme
ZDF-Truck im Village
Robert "Frösi" Förster
Unser Bergkönig!
Hallo ihr Lieben,
also, meinem Rücken geht’s besser. Die Tabletten haben gut geholfen, vor allem, weil man sich dann nicht mehr so verkrampft hat.
Ich bin nun in Nîmes, wo ich heute im Ziel war und morgen früh das Village besuchen werde. Außerdem war ich im Ziel in Narbonne sowie in Foix. Wenn man soviele Etappen mitgemacht hat, dann versteht man zudem langsam die ganze große Maschinerie. Das beispielsweise immer dieselben Ordner im Ziel Dienst tun, darüber habe ich mir nie Gedanken gemacht. Ebenso sieht es mit den Verkäufern an den Buffets oder Merchandisingständen aus. Da sagt man nach all der Zeit schon immer fröhlich „Bonjour“, oder kommt sogar mit dem einen oder anderen ins Gespräch.
Heute Morgen bin ich dann um vier aufgestanden um den Aufbau der Medientrucks/Zieleinlaufs anzugucken und daraus eine Bildergalerie zu erstellen. Das war wirklich spannend. Man macht sich keine Gedanken darum, welch Organisationsaufwand dieses Spektakel ist. Und noch weniger ist es zu fassen, dass es irgendwie nur ein ganz paar Menschen sind, die dieses leiten und beaufsichtigen.
Ebenso war ich da heute die Attraktion und die Jungs waren glaube ich schon ziemlich stolz, dass ich jetzt da bin, sie fotografiere und beobachte. Ala ich dann heute Nachmittag am finish vorbei gegangen bin, da haben immer noch dieselben Ordner gearbeitet und auch aus der „Zone Technique“ haben mich viele wiedererkannt. Da fühle ich mich schon wirklich wohl mitten drin.
Das ist auch das Besondere an der Tour. Die Menschen, die wirklich auf der Straße arbeiten, sind eine echt große Familie. Reporter und Moderatoren sind in ihrer eigenen Welt. Sie kommen auch irgendwie gar nicht raus. Ich bin zumindest wirklich froh, dass ich auf der anderen Seite stehe, das ist auch genau meine Welt!
So, mittlerweil ist ein Tag vergangen und ich sitze mitten in den Alpen. Es ist bald vorbei…in einer Woche um genau zu sagen. Das stimmt schon ein wenig traurig. Ich habe mich daran gewöhnt in diesem ganz anderen Rhythmus drin zu sein. Früh aufstehen, schnell ein Kaffee, los, Geschichte suchen, ins Ziel, Campings suchen, Geschichte schreiben, duschen, essen, schlafen. Was meine Stimmung eindeutig gebessert hat, ist, dass ich immer mal irgendwo bin. Entweder am Start oder am Ziel. Da habe ich schon da Gefühl, das ich bei der Tour bin.
Heute habe ich meinen Star getroffen!!!
Bernard Hinault…der Dachs aus der Bretagne, der letzte französische 5-fach-Sieger, der jetzige Bauer. Wahrhaftig stand er vor mir und ich habe mir ein Autogramm geholt und ganz viele Bilder gemacht. Bernard Thévenet, der auch in der Nähe stand, tat mir richtig leid, weil ich ihn nicht wirklich beachtet habe… Aber Bernard Hinault ist schon klasse (ähh, falls jemand ein Foto von ihm brauchen sollte … J)
Und ich habe heute schöne Bilder von Seppl Lang im Bergtrikot gemacht. Der junge ist völlig stolz und das zu Recht! Was ein Erfolg für die Mannschaft.
Morgen fahre ich nach Italien! Nach Prato Nevoso. Mein Lager schlage ich dann irgendwo bei Cuneo auf, damit ich am Ruhetag wieder mal zum Pressegespräch gehen kann. Dann kommt noch Alpe d’Huez und dann ist es auch schon fast vorbei…
So, ein kurzer Bericht…sorry, aber meine Isomatte ruft!

Alles Liebe

Bürte

P.S: Die Bilder von mir habe ich nicht vergessen…