Hallo Ihr Lieben!
Ja, kaum zu glauben, nach über 1200 Kilometern bin ich doch tatsächlich in Plumelec angekommen! War der kleine Ort vor einigen Wochen noch voller Gemütlichkeit, so herrscht hier jetzt Betrieb wie in einer Großstadt. Ich konnte mir das beim besten Wien nicht vorstellen und das Gesehene übersteigt meine Vorstellkraft sowieso.
Gestern hat mich der Tag total geschlaucht. Immer wieder macht man den Fehler, die Größe diese Landes zu unterschätzen. War ich gestern Morgen noch der Meinung, dass ich am Nachmittag locker in Châteauroux sein werde, lehrte mich der Nachmittag wieder was Neues. Ich änderte meine Route kurzfristig und nächtigte in Richelieu auf dem Camping Municipal. In dem Ort ist am nächsten Mittwoch (5. Etappe) die zweite Sprintwertung. Damit habe ich mir nicht nur gestern ein wenig Zeit gespart, auch heute sicherlich ca. 150 Kilometer. Das war eine gute Entscheidung. Heute morgen bin ich auch erst um kurz vor acht aufgewacht, so kaputt war ich von gestern. Über 700 Kilometer bei brüllender Hitze zu fahren können wirklich ganz schön schlauchen.
Kurz hinter Richelieu fand ich dann auch schon meine Geschichte für die fünfte Etappe. Glück gehabt! Monsieur Pierre und seine Kumpanen waren sehr glücklich, dass ich sie beachtet habe. Aber lest selber.
Je mehr von Euch übrigens meine Texte anklicken, desto besser für mich ;-) Dann sehen die Verantwortlichen nämlich, dass die Texte ankommen und können auch im nächsten Jahr nicht auf mich verzichten! Doppelaufrufe werden sicherlich nicht gezählt. Also immer schön brav weitersagen!
Ja, nun bin ich also schon mittendrin! Vor der ersten Herausforderung stand ich bereits bei meiner Ankunft auf dem Campingplatz! Ich hatte ja vor einigen Wochen den Platz reserviert. Er war auch sehr schön, nur leider lag er ungefähr 80 Meter von der Stromdose entfernt. Das war schon mal schlecht, da mein Kabel halt nur 50 Meter hat (ist aber auch genug finde ich). Spontan griff ich zum Telefon und rief bei der freundlichen Frau in der Mairie an. Als sie sich meldete bemerkte ich, dass sie ja blöderweise Französisch spricht…tja, da musste ich halt mein erstes französisches Telefonat führen. Mit Erfolg! Ich habe den Platz gewechselt und habe Strom!
Bin dann aber nochmal zu ihr hingefahren um mich zu vergewissern, ob ich sie nun richtig verstanden habe. Denn nun stehe ich auf einem Platz, auf dem bereits ein Caravan steht. Mit jemanden anderen tauschen, der auch reserviert hat, aber kein Strom hat ging nicht…Komisch, woher mir das Verhalten bekannt vorkommt ;-) Gut das ich eine gewisse Gelassenheit entwickelt habe.
Dann bin ich zum „Arrivee“ geradelt, was vom Camping keine zwei Kilometer entfernt ist! Unglaublich, was dort los war. Jegliche Fernsehsender sind vertreten, zudem wurde die Siegerehrungsmuschel gerade aufgebaut. Am liebsten hätte ich sofort meine Kamera gezückt und alles und jeden fotografiert. Ich tat aber eher ganz unauffällig und begab mich zum ZDF-Büromobil wo ich von zahlreichen Menschen fröhlich empfangen wurde. Irgendwie schon unwirklich, dort in den heiligen Hallen des ZDF zu stehen. Ich bekam einige Heftchen (eher Bücher) (Hallo Herr Grüne, kannst du schon mal in meinem Büro anbauen!!??) und machte mich dann wieder auf den Heimweg. In der einzigen Bar von Plumelec ergatterte ich einen Platz und genehmigte mir ein Feierabendbierchen um das Erlebte wenigstens mal kurz zu verdauen.
Dann kam noch das Pressezentrum, dass mir der Chef des Office de Tourisme persönlich zeigte. Es befindet sich neben meinem Campingplatz und was soll ich sagen, um diese Dimensionen zu schildern? Waren sie beim Endspiel des Afrika-Cups stolz auf ihre ca. 20 Rechner und ich davon überzeugt dass das auch wirklich Mega groß ist, so hätte mich dieser Anblick wirklich beinahe aus den Latschen gehauen! In eine Reihe passen sicherlich 50 Leute oder mehr. Bei, hmmm, keine Ahnung, 25 Reihen oder mehr (!!) kann sich jeder ausrechnen, wie viel Menschen da rein passen! Ich war froh, dass es noch nicht eingerichtet war, keine Journalisten da saßen. Aber das werden ich mir definitiv anschauen gehen, wenn es voll ist…
Ja, meine SIM-Karte im UMTS-Stick funktioniert erwartungsgemäß noch nicht…von daher bin ich zur Zeit noch nicht so flexibel, wie ich es gerne wäre. Aber die Jungs vom ZDF werden mir morgen sicherlich weiterhelfen. Wenn nicht, mal sehen, wie ich das Problem dann löse.
Schönen Gruß auch von Guy aus Finistere an alle Krallemagnes! Mit ihm habe ich heute Kontakt aufgenommen (dafür, dass ich gar kein Französisch spreche hatte ich wirklich viel Kontakt heute…) um zu wissen, ob die irgendwo an der Strecke stehen! Aber anscheinend nicht. Aber wir treffen sie ja bald bei En Avant Guingamp!
OK ihr Lieben. Das war ein kurzer Bericht, bevor ich mich einem Gläschen Wein und meinen ganzen vielen neuen Büchern widme. Morgen vielleicht mehr!
Bürte
For our English Friends! I’m arrived safetly and now, i’m in Plumelec on the campsite! My French would be better every Hour ;-)
I’m in the middle from all and it’s a great feeling!
More English words in the next days!!! Big hugs and tons of love to nibbletown and the clevedon “waiting-room”!
P.S: Mel and Mary: Have a nice and safe trip to Switzerland!!!
Bürte